Zum Hauptinhalt springen

Richtig kombiniert ist halb gewonnen

Unserem Jahresrückblick-Wettbewerb war wiederum ein schöner Erfolg beschieden: Mitgemacht haben fast tausend Leserinnen und Leser – und einigen unterliefen ein paar lustige Verwechslungen.

Übergabe im Untertor: Urs Schoch gratuliert Yvonne Lattmann zum Gewinn des Hauptpreises im Silvesterpuzzle.
Übergabe im Untertor: Urs Schoch gratuliert Yvonne Lattmann zum Gewinn des Hauptpreises im Silvesterpuzzle.
Marc Dahinden

In den letzten Tagen erhielt die «Landbote»-Redaktion erstaunlich viel Post. Insgesamt 985 Lösungstalons zum Silvesterpuzzle 2019 wurden von unserer Leserschaft eingesandt. Nur schon das Öffnen der Couverts nahm mehrere Stunden in Anspruch.

Das diesjährige Puzzle sei kniffliger gewesen als auch schon, lautete der beigelegte Kommentar einer Leserin, manchmal habe sie sogar zur Lupe greifen müssen. In der Tat wurde dieses Jahr auffallend oft gestrichen, korrigiert, überschrieben und getippexelt. Und von den knapp tausend Talons waren etwa ein Fünftel fehlerhaft. Tja, etwas Aufmerksamkeit und Hirnen gehört zu einem anständigen Puzzle dazu, allzu leicht haben wir es Ihnen nicht machen wollen. Andererseits soll aber niemand sagen, die zu lösenden Aufgaben seien unverhältnismässig schwierig gewesen. Schliesslich sollte das Ganze in erster Linie unterhalten und Spass machen. Wir hoffen, dass uns das gelungen ist.

Genug gesmalltalked. Was Sie interessiert, ist, ob und was Sie gewonnen haben. Das können Sie in der Gewinnerliste in der rechten Spalte ersehen.

Wie ein Zufall den Hauptgewinn brachte Yvonne Lattmann kann es bei der Preisübergabe am Freitagmorgen noch immer nicht ganz fassen. Noch nie, sagt sie, habe sie etwas gewonnen. Und das Silvesterpuzzle hat sie auch vorher noch nie gelöst. Und nun steht sie da im Untertor und bekommt von Urs Schoch, dem Präsidenten der Untertorvereinigung, einen Gutschein über 1000 Franken überreicht. Dass die Winterthurerin überhaupt mitgespielt hat, ist dem Zufall geschuldet. Sie habe die Feiertage im Tessin verbracht, erzählt sie. Ihr Mann habe etwas am Computer gemacht, die Tochter sei Joggen gegangen, da wollte Yvonne Lattmann ihr Buch zur Hand nehmen – aber das hatte sie offenbar in Winterthur vergessen. So kam es dazu, dass sie sich dem Silvesteruzzle zuewendete. Eine Stunde habe sie schon gebraucht, sagt Yvonne Lattmann, die jeden Tag Zeitung liest. Und beinahe hätte sie das Lökeli und den Landbote-Umzug durcheinandergebracht, aber eben nur beinahe. Den Gutschein für die Geschäfte am Untertor will die vierfache Mutter und dreifache Grossmutter nun nicht für sich selber brauchen, sondern für die Familie, die sich etwas aussuchen dürfe. (mcl)

Hürden und Stolpersteine

Und nun zur Übungsbesprechung. (" target="_blank">Hier geht's nochmals zum Puzzle) Für die meisten Fehler sorgten dieses Jahr zwei Sportbilder, nämlich das der Faustball-Weltmeisterschaft (Bild 2) und jenes einer Parade des Pfadi-Goalies Matìas Schulz (Bild 53). Spätestens mit dem oben erwähnten Vergrösserungsglas hätte man erkennen können, dass auf dem einen Bild gefaustet wurde und sich der betreffende Spieler in einem Stadion befand, der im Text erwähnten Schützenwiese; und dass auf dem anderen der Ball vom Stürmer fest in seiner Linken gehalten wurde. Handball, eben.

Dem Handball-Bild wurde zudem häufig die Kurzzeile 47 (Winterthur zeigt Herz) zugeordnet. Das war zwar angesichts der allgemeinen Unterstützung für den finanziell angeschlagenen Pfadi-Club nicht ganz falsch, aber eben nicht ganz richtig. Korrekt gehörte besagte Zeile zu Bild 23 (Brand an der Technikumstrasse) und zum Text über die Spendenaktion für die betroffene Familie (56). Zum Pfadibild gehörte hingegen die Zeile 22 (Den Absturz glücklich abgewendet).

Neo-Stadtrat Kaspar Bopp wurde die Kurzzeile «Einer der Schönstender Schweiz» zugeordnet.

Der Blick durch die Lupe wäre für nicht wenige auch bei Bild 11 hilfreich gewesen. Da hätten sie erkannt, dass der Demonstrationszug in der Stadthausstrasse fast ausschliesslich von Frauen gebildet wurde, auf dem lila Spruchband an der Spitze des Zuges das Datum des 14. Juni und das Logo der Frauenbewegung prangte und es sich somit um die Demo anlässlich des Frauenstreiks handeln musste (und nicht um jene der «Klimajugend»).

Falsch war auch die Zuordnung von Kurzzeile 43 (Züglete einer 183-Jährigen) zu Bild der altehrwürdigen Sulzer-Rangierlok (Bild 17), statt zu den Lastwagen am alten Standort des «Landboten» (Bild 14). Einverstanden: Bei beiden handelte es sich um einen Umzug. Auf die richtige Lösung deutete jedoch das im «Landbote»-Text (52) erwähnte Gründungsjahr 1836 hin. «Rechne!», hätte da mein Primarlehrer gesagt.

Der schöne Stadtrat

Klar im Vorteil waren die regelmässigen «Landbote»-Leser, denen die drei Winterthurer Vertreter(innen) in der Kantonsregierung (Bild 20, Zeile 58) und der neugewählte Stadtrat (Bild 45, Zeile 1) bildlich vertraut waren. So kamen sie nicht in Versuchung, die zugehörigen Texte und Kurzzeilen zu vertauschen, wie es einige Teilnehmer getan haben.

Schliesslich fehlten auch dieses Jahr die kreativ anmutenden Falschzuordnungen nicht. So die Kurzzeile 31 (Berufsmotto «Allzeit bereit») zum Bild des Stadtpräsidenten als Vorleser (49). Oder zum Bild des oben erwähnten Neo-Stadtrats Kaspar Bopp die Kurzzeile 7 («Einer der Schönsten der Schweiz»). Da hat sich offensichtlich jemand als Fan geoutet…

So. Das wär’s wieder einmal. Es bleibt uns noch, allen fürs Mitmachen zu danken, speziell auch für die vielen beigelegten Neujahrswünsche und motivierenden Zeilen an die Redaktion. Gedankt sei an dieser Stelle auch allen Gönnern und Gönnerinnen, die unseren Wettbewerb jeweils mit ihren grosszügigen Beiträgen überhaupt ermöglichen. Und diejenigen Rätsler und Knoblerinnen, die diesmal leer ausgehen, mögen nicht verzagen: Bis zum nächsten Silvester müssen sie nur noch 348-mal schlafen.

Hier die Lösungsübersicht. Bild: da
Hier die Lösungsübersicht. Bild: da

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch