Winterthur

Riskantes Geschäft mit E-Scootern belastet Kleinunternehmen

Vom Technopark aus koordinierte das Startup Luckabox die Einsammlung und Verteilung von E-Scootern in drei Ländern. Doch Preisdruck und Schulden führten schnell zur Geschäftsaufgabe.

Das E-Scooter-Geschäft ist in Winterthur nicht rentabel.

Das E-Scooter-Geschäft ist in Winterthur nicht rentabel. Bild: elo

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Noch sind E-Scooter ein Verlustgeschäft. Das spüren nicht nur die Anbieter, sondern auch jene, die mit ihnen zusammenarbeiten. Das Winterthurer Unternehmen Luckabox hat sich nach kaum einem Jahr wieder aus dem Scooter-Geschäft zurückziehen müssen.

Das Startup aus dem Technopark hatte für mehrere Scooter-Anbietern das regelmässige Einsammeln, Aufladen und wieder Verteilen der Gefährte organisiert. Für das schwedische Unternehmen Voi war es in der Schweiz, Deutschland und Österreich tätig. Doch enge Margen und nicht bezahlte Rechnungen führten nach wenigen Monaten zur Aufgabe des Geschäfts und zur Entlassung von Mitarbeitern.

Wirtschaftlich und politisch schwierig

Darunter zu leiden haben auch die Transporteure vor Ort. Weil Voi die Rechnungen von Luckabox nicht bezahlt habe, warten zwei Subunternehmer des Startups seit Monaten auf ihren Lohn. Dieser ist seit dem Aufkommen der Scooter ohnehin schon markant gesunken und macht es Insidern zufolge schwierig, das Geschäft überhaupt noch wirtschaftlich zu betreiben.

Auch politisch führen die E-Scooter nach wie vor für Diskussionsstoff. Besonders durch falsch parkierte Scooter kommt es immer wieder zu Reibungen mit den Behörden. Einige Anbieter versuchen deshalb, mit der Stadt Sonderkonditionen auszuhandeln – bislang erfolglos. Der Anbieter Seven hat darum das Geschäft in Winterthur seit September pausiert. Alle Kontingente in der Stadt werden demnächst neu vergeben.

Erstellt: 13.11.2019, 18:13 Uhr

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