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Schulpräsidium: Der Vize fordert Felix Müller heraus

Beat Meier (FDP), die Nummer zwei der Schulpflege Stadt-Töss will den umstrittenen Präsidenten Felix Müller beerben. Dieser weiss davon noch nichts.

Er soll Nachfolger von Felix Müller werden: Beat Meier (FDP).
Er soll Nachfolger von Felix Müller werden: Beat Meier (FDP).
Archiv / Marc Dahinden

Im Schulkreis Stadt-Töss kommt es am 10. Juni 2018 definitiv zur Kampfwahl. Der von verschiedenen Seiten kritisierte Schulpräsident Felix Müller schliesst nicht aus, auch ohne Support seiner Ex-Partei, den Grünen, wieder anzutreten. SP-Nationalrätin Chantal Galladé hatte bereits im April bekannt gegeben, dass sie Ambitionen auf das Schulpräsidium hat.

Und jetzt meldet auch die Nummer zwei der Kreisschulpflege Stadt-Töss, Beat Meier, Interesse am Präsidium an. Meier ist 50 Jahre alt, Vater zweier Kinder und wohnt im Dättnau.«Ich habe mir das reiflich überlegt», sagt Beat Meier, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ex-GLP-Gemeinderat und früheren Stadtratskandidaten. Meier hat sich in den letzten Monaten als Leiter der «Task-Force Schule Brühlberg» einen Namen gemacht. Nachdem alle Primarlehrkräfte auf einen Schlag gekündigt hatten, setzte die Kreisschulpflege ihn und Iris Brom (EVP) als Sonderbeauftragte ein, um das Schulhaus wieder auf Kurs zu bringen. Inzwischen konnten alle Lehrerstellen besetzt werden.

Er habe nicht aufs Präsidium geschielt, als er die Aufgabe annahm, sagt Meier. «Der Entscheid ist gewachsen. Das Bildungssystem hat mich schon immer interessiert. Ich habe gemerkt: Das Wichtigste ist auch hier nicht das Fachwissen, sondern ein Personalführung und eine offene Kommunikation.» Insofern sei er mit zwanzig Jahren Erfahrung im Personalbereich, darunter 10 Jahre als HR-Leiter der Zürcher Strassenverkehrsämter, gut vorbereitet.

Auf dem Höhepunkt der Krise, im April hatte sich Meier im «Landbote»-Interview mit deutlichen Worten gegen seinen Präsidenten Felix Müller geäussert, der in Sachen Führung und Kommunkation «erhebliche Mängel» zeige. Am Donnerstag betonte er, die Zusammenarbeit im Rahmen Taskforce sei «konstruktiv» verlaufen. Über seine Pläne habe er Müller noch nicht in Kenntnis gesetzt.

Kandidatur via Leserbrief

Beat Meier hat sich im übrigen nicht selber ins Spiel gebracht; er überliess dies seinem Parteikollegen Peter Rütimann, der Meier am Donnerstag in einem Leserbrief portierte. Rütimann ist Rechtsanwalt und Mediator, war lange Jahre Gemeinderat in Winterthur und ist Präsident der FDP-Bezirkspartei. Mit dieser Funktion unterzeichnete er seinen Leserbrief.

Rütimann kennt Felix Müller bestens: Beide sind mit einem Teilamt Mitglied des Baurekursgerichts. Rütimann ist zudem Bezirksrat und hatte in dieser Funktion schon Geschäfte zu beurteilen, in denen es um Müllers Amtsführung als Schulpräsident ging. Müsste sich Rütimann als amtierender Bezirksrat nicht zurückhalten, statt mit einem Gegenkandidaten Müller herauszufordern: «Nein», findet er, «ich habe Felix Müller nicht angegriffen im Leserbrief, sondern in meiner Funktion als FDP-Präsident einen Vorschlag gemacht.» Wenn er als Bezirksrat noch einmal eine Beschwerde über Müllers Amtsführung zu beurteilen hätte, würde er gegebenenfalls in den Ausstand treten.

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