Oberseen

Seens Filetstück wird mehr als nur angeschnitten

An der Florenstrasse sind neue Eigentumswohnungen geplant. Weil in mehreren Etappen gebaut wird, mussten die Bauherren einen privaten Gestaltungsplan vorlegen.

Entlang dieses 15 000 Quadratmeter grossen Grundstücks an der Florenstrasse entstehen 61 Eigentumswohnungen im «mittleren Preissegment».

Entlang dieses 15 000 Quadratmeter grossen Grundstücks an der Florenstrasse entstehen 61 Eigentumswohnungen im «mittleren Preissegment». Bild: Heinz Diener

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Es ist unbestritten Seens Filetstück, das rund 240 Meter lange grüne Band an der Florenstrasse zwischen Oberseen und dem Sonnenberg. Es bietet eine Aussicht auf den Dorfkern, Abendsonne und Hündeler sind in fünf Minuten auf dem Etzberg. Auf diesem Streifen soll nun eine neue Siedlung mit Mehrfamilienhäusern entstehen. Die Planungsunterlagen für den privaten Gestaltungsplan dafür liegen ab heute für sechzig Tage auf. Ein solcher wird nötig, weil in Etappen gebaut wird.

Zwei Bauherren, darunter «ein Grosser» aus Zürich

Als Bauherren treten zwei Parteien auf, eine private Erbengemeinschaft und die Zürcher Totalunternehmerin Allreal. Vorgesehen sind zehn Mehrfamilien­häuser mit insgesamt 61 Eigentumswohnungen. Locker eingebettet in das Einfamilienhausquartier, ziehen sich die neuen Häuser in einer Zweierreihe der Strasse entlang und grenzen südlich an den Hang, der in der Freihaltezone liegt. Die Grünfläche zwischen den Häusern soll den Bewohnern gemäss Unterlagen als «ein grosser Garten» zur Verfügung stehen.

Die 2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen werden im Minergie-P-Standard gebaut und liegen im mittleren Preissegment. Sämtliche Häuser sind zweigeschossig, aber als 1-, 2- oder 3-Teiler unterschiedlich gross und zwischen 40 und 70 Meter lang. Nach aussen sollen sie aber architektonisch eine Einheit bilden. Genaue Pläne gibt es noch keine. «Aber es wird keine 08/15-Fassade sein, sondern etwas Edleres», kündigt Martin Küng an, Projektleiter bei der Allreal. Denkbar sei ein Zweischalenmauerwerk aus Backstein oder vorgehängte Fassaden. Die Zu- und Wegfahrt erfolgt über die Stockenerstrasse und die Parkplätze sind unterirdisch.

Frühestens ab Ende 2018 wird gebaut

Baustart auf dem ersten von drei Baufeldern wäre frühestens Ende 2018, vorausgesetzt, Stadtrat und Kanton und später auch der Grosse Gemeinderat stimmen dem definitiven Gestaltungsplan zu. Bis dann sollte die Florenstrasse bereits eine 30er-Zone sein, wenn der Stadtrat die eidgenössische Lärmschutzverordnung wie angekündigt rechtzeitig umsetzen will. Gebaut würde in sechsmonatigen Abständen, vom Strassenverlauf her gesehen von unten nach oben (siehe Karte rechts). Insgesamt wächst Oberseen ab 2019 damit um 120 bis 140 Personen.

In Sonnenberg und Oberseen halten sich Ein- und Mehrfamilienhäuser praktisch die Waage. Anders als in Büelwiesen, Waldegg oder Waser, wo das Verhältnis sich zwischen 1:10 und 1:34 bewegt.

Der Trend geht in Winterthur weiter eher in diese Richtung, wie ein Blick in die Zahlen des Baujahrs 2016 zeigt: Damals betrugen die Bauinvestitionen für MFH 249 Millionen Franken, für EFH rund 27 Millionen Franken. Baugesuche eingereicht wurden für 174 und 32 Millionen Franken. Insgesamt wurden im letzten Jahr stadtweit 781 neue Wohnungen gebaut. (Der Landbote)

Erstellt: 10.09.2017, 17:45 Uhr

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