Winterthur

Sie wollen eine «enkeltaugliche Zukunft»

Die Grünen wollen im März einen Parlamentssitz dazugewinnen. Sie sind stolz auf das Erreichte und sehen noch einen langen Weg, bis die Stadt so ist, wie sie möchten.

Die grüne Parteispitze: Renate Dürr, Doris Hofstetter, Reto Diener, Jürg Altwegg, Regula Sterchi, Christian Giesser, 	
Gabriela Milicevic Decker und Nina Wenger (v.l.).

Die grüne Parteispitze: Renate Dürr, Doris Hofstetter, Reto Diener, Jürg Altwegg, Regula Sterchi, Christian Giesser, Gabriela Milicevic Decker und Nina Wenger (v.l.). Bild: pd

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Wer hats erfunden? Die Grünen! Bei manchen Themen, sie heute eine Mehrheit finden, stand am Anfang eine grüne Forderung. Gemäss ihren eigenen Aussagen trifft das in Winterthur etwa auf das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft zu, auf die vielen Tempo-30- und die Tempo-20-Zonen, sowie auf das jüngste Paket zur Busbeschleunigung.

Dieses Massnahmenpaket schreibe sich nun «Stadtrat Lisibach frech auf seine Fahne», sagte Reto Diener, Co-Präsident und Gemeinderat der Grünen, gestern von den Medien. Er und seine Gesinnungsgenossen hatten eingeladen zur Präsentation der Wahlziele im März. Von fünf auf sechs Sitze zulegen im Gemeinderat und natürlich Jürg Altweggs Stadtratssitz verteidigen, das wollen die Grünen.

«Eine gesunde Umwelt muss uns etwas wert sein, das gehört zum Service Public wie Schulen oder Pärke»

51 Personen stehen auf der Liste, die ersten sieben sind kumuliert, 27 Frauen und 24 Männer. Die jüngste ist die Gesundheitsfachfrau Nina Wenger, die vor drei Jahren mit 16 den Grünen beitrat. Sie will «den privaten motorisierten Verkehr auf ein Minimum reduzieren», unter anderem mittels Beschränkung der Parkplätze, stattdessen will sie Car-Sharing, Fahrgemeinschaften und das Velofahren fördern. Nina Wenger steht auf Listenplatz 6 hinter den Bisherigen.

Ersatz für Aquifer gefordert

Am längsten dabei mit über acht Jahren ist Diener. Er kann es nach wie vor nicht verstehen, dass der bürgerliche Stadtrat das zukunftsgerichtete Ernergie-Projekt Aquifer hat sterben lassen und erwartet nun umso dringenden Ersatzprojekte: «Eine gesunde Umwelt muss uns etwas wert sein, das gehört zum Service Public wie Schulen oder Pärke.»

Zum Service public zählt für Gemeinderätin (seit 2015) und Co-Präsidentin Renate Dürr neben Stadtwerk und Stadtgrün auch das Theater, die Polizei, die Kehrichtabfuhr und noch vieles mehr. Das alles dürfe «weder teilweise noch ganz privatisiert werden», findet sie. Denn private Investoren würden sich an der gut ausgebauten Infrastruktur bereichern und sie verlottern lassen. Auch Grünräume aller Art gelte es zu pflegen und zu schützen, ergänzte Gemeinderat Christian Griesser, seit 2011 im Rat.

(Der Landbote)

Erstellt: 16.01.2018, 15:54 Uhr

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