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Sommerfrische vor den Toren Winterthurs

Ein Stadt-Land-Rundgang mit Nora Bruske (Denkmalpflege) und Beatrice Bosshard (Stadtgrün Winterthur) öffnete die Augen für den Adlergarten, der eigentlich ein herrschaftlicher Park ist.

Johann Jakob Sulzer liess sich einen herrschaftlichen Park errichten, um sich an der frischen Luft zu entspannen.
Johann Jakob Sulzer liess sich einen herrschaftlichen Park errichten, um sich an der frischen Luft zu entspannen.
Keystone

Beim Adlergarten denkt man zunächst an das gleichnamige Alterszentrum. Dabei ist dieses nur das jüngste «Anhängsel» an ein Gebäudeensemble, das heute eher unscheinbar auf der südlichen Seite des Grundstücks liegt. Der genaue Blick darauf rückt die Proportionen wieder zurecht: 1802 kaufte Johann Jakob Sulzer die Gänseweide (oder Geiselweid), ein riesiges Stück Land vor den Toren der damaligen Stadt. Als er später darauf das Wasserrecht erhielt, erstellte er dort 1814 gemeinsam mit Diethelm Steiner eine Rotfärberei, die Vorgängerin der Schleife. 1820 liess er in deren Nähe einen Pavillon bauen, um sich gemeinsam mit seiner Familie zu entspannen und dem «Retour à la nature» zu frönen, das Rousseau zuvor populär gemacht hatte. Eine weitere Erklärung für sein Bedürfnis nach frischer Luft ist, dass Sulzer mitten in der engen und stickigen Altstadt wohnte, wo es noch keine Kanalisation gab?.?.?.

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