Absage

Sorry, im Moment leider keine neue Partnerschaft

Die nordmazedonische Kleinstadt Berovo bewarb sich beim Winterthurer Stadtrat für eine Städtepartnerschaft. Nun hat sie die Absage erhalten. Weshalb genau bleibt im Dunkeln.

Einen Hinweis auf eine Städtepartnerschaft wird es beim Dorfeingang von Berovo nicht geben, denn Winterthur verzichtet darauf.

Einen Hinweis auf eine Städtepartnerschaft wird es beim Dorfeingang von Berovo nicht geben, denn Winterthur verzichtet darauf. Bild: Wikimedia CC BY-SA 3.0, Nutzer: Rašo

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Alle Tage kommt so was nicht vor in Winterthur: Da lag eines Tages ein Schreiben aus Berovo im Briefkasten des Superblocks, ein Letter of intention, wie das im diplomatischen Verkehr heisst. Der Bürgermeister, Herr Zvonko Pekevski, fragte an, ob die Stadträte von Winterthur Interesse daran hätten, eine Städtepartnerschaft aufzubauen.

Nun konnte wohl niemand im Superblock gleich sagen, wo denn dieses Berovo genau liegt, noch wie man dort so lebt. Also erkundigte man sich: Berovo hat 7000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im Osten der Republik Nordmazedonien. Das ist jenes Land, das sich nach jahrelangem Ringen um die Bezeichnungen kürzlich mit dem südlichen Nachbarn Griechenland einigen konnte.

Konzept sieht Absage vor

Für Fragen von Städtepartnerschaften gib es in Winterthur seit 2018 eine Strategie. Diese sieht drei Arten vor: kultur-, wirtschafts- oder unterstützungsorientierte Partnerschaften. Jene mit Berovo wäre in die dritte Kategorie gefallen, heisst es im Protokollauszug der Stadtratssitzung.

Doch laut Konzept müsse darauf verzichtet werden. Nachlesen, weshalb das so ist, kann man nicht. Das Konzept ist nicht öffentlich. Bürgermeister Pekevski hat in Berovo nun also eine überaus höflich formulierte Absage erhalten: Man sei tief geehrt, als würdiger Partner in Betracht gezogen zu werden … Aber nein: keine neue Partnerschaft «at the moment».

Erstellt: 15.09.2019, 21:55 Uhr

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