Winterthur

Sozialhilfekosten steigen erneut stark

Innert eines Jahres sind die Nettokosten für die Sozialhilfe um 7 Prozent auf 55,4 Millionen Franken gestiegen. Mehr als 7000 Personen haben im letzten Jahr Sozialhilfe bezogen; die Quote stieg auf nun 5,5 Prozent.

Winterthur muss wieder mehr Sozialhilfe budgetieren - die Sozialhilfe als Ganzes ist stabil.

Winterthur muss wieder mehr Sozialhilfe budgetieren - die Sozialhilfe als Ganzes ist stabil. Bild: Marc Dahinden

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Zwei gute Botschaften hat Sozial-Stadtrat Nicolas Galladé (SP) heute bekannt gegeben: Die Sozialkosten als Ganzes (inklusive Zusatzleistungen und Kleinkinderbeiträgen) seien «seit drei Jahren auf hohem Niveau stabil», und bei den Mietzinssteigerungen von Wohnungen der Sozialhilfebezüger habe man «ein Zwischenziel erreicht». Bei den Mietzinsen könne man im nächsten Jahr rund 250 000 Franken einsparen, so Galladé.

Die weniger erfreuliche Nachricht ist eigentlich nichts Neues: Die Fallzahlen und die Kosten der Sozialhilfe im engeren Sinn sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen: Die Sozialhilfequote stieg innert Jahresfrist von 5,3 auf 5,5 Prozent, vor sieben und acht Jahren lag sie bei 4,4 Prozent. Das heisst: Jede zwanzigste Person in Winterthur ist auf Sozialhilfe angewiesen.

Bei Kindern unter 18 Jahren wächst sogar jedes Zehnte in einer Familiensituation auf, bei der Sozialhilfe nötig ist. Gesamthaft wurden 2016 in Winterthur mehr als 7000 Personen über kürzere oder längere Zeit von der Sozialhilfe unterstützt, weil sie zu wenig haben, um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Mehr Missbrauch aufgedeckt

Gestiegen ist auch der Prozentsatz aller Fälle, in denen ein kleiner oder gröberer Sozialhilfemissbauch aufgedeckt werden konnte: Mittlerweile liegt diese Quote bei 6,4 Prozent: Von allen 4281 Fällen im Jahr 2016, stellten die Fachleute in 273 Fällen einen Missbauch fest. (Der Landbote)

Erstellt: 12.09.2017, 13:42 Uhr

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