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Stadt erhöht Mietzinse für Proberäume nicht

Die Musiker haben gewonnen: Die Stadt erhöht die Mietzinse für Musikübungsräume nicht. Grund dafür ist «ein unkorrektes Vorgehen» der Stadt.

Üben bleibt «bezahlbar»: Die Winterthurer Musikerinnen und Musiker müssen für die Proberäume nun doch nicht tiefer in die Tasche greifen.
Üben bleibt «bezahlbar»: Die Winterthurer Musikerinnen und Musiker müssen für die Proberäume nun doch nicht tiefer in die Tasche greifen.
Patrick Gutenberg

Winterthurer Musiker können aufatmen. Die Stadt beschloss letzten Dezember, dass die Mietzinse für 41 Musikübungsräume per Mitte 2015 erhöht werden sollen. Nun muss der Stadtrat zurückkrebsen und verzichtet auf die Sparmassnahme, wie er heute in einer Mitteilung schreibt. Damit will Winterthur einen Rechtsstreit verhindern. Die Stadt ist nämlich nach eigenen Angaben beim Entscheid «teilweise unkorrekt vorgegangen».

Trotzdem will das Departement Kulturelles und Dienste bei den Proberäumen künftig einiges ändern. Einerseits sollen die Mietverträge vereinheitlicht werden, andererseits sollen die Mieten besser der Qualität der Räumlichkeiten entsprechen und damit gerechter werden.

Mietzinsanpassung statt Erhöhung

Nächstes Frühjahr will der Stadtrat mit den Musikerinnen und Musikern gemeinsam die Mietern der Proberäume überarbeiten. Dabei soll keine wesentliche Mehrbelastung für die Mieter entstehen, betont die Stadt.

Mit der Mietzinserhöhung für Musikübungsräume wollte die Fachstelle für Quartierentwicklung einen Sparauftrag des Gemeinderats umsetzen. Dieser hatte in der Budgetdebatte letzten Jahres entschieden bei der Fachstelle rund 408'000 Franken einzusparen. Als Folge davon hatte die Quartierentwicklung entschieden die Mieten für Proberäume zu erhöhen. Dieser Entscheid löste bei den Winterthurer Musikern einen Protest aus.

Mitarbeitern aus Spargründen entlassen

Die Fachstelle muss nun andere Wegen finden Geld zu sparen. Um den Sparauftrag umzusetzen, wurde bereits einer Mitarbeiterin gekündigt. Auch die Unterstützungsbeiträge für Quartieraktivitäten wurden gekürzt oder gestrichen. Die nun wegfallenden Mehreinnahmen durch höhere Mieten sollen mit diversen Enisparungen im Tagesgeschäft kompensiert werden.

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