Winterthur/Region

Landgemeinden sollen mehr an die Kesb zahlen

Die Stadt und die Landgemeinden haben einen neuen Kesb-Vertrag ausgehandelt. Die Stadt soll finanziell entlastet werden. Dafür fordern die Gemeinden Mitsprache und Transparenz.

Die Stadt soll weniger zahlen, die Bezirke mehr: Erst wenn alle Gemeinden zustimmen, kann der neue Vertrag unterschrieben werden.

Die Stadt soll weniger zahlen, die Bezirke mehr: Erst wenn alle Gemeinden zustimmen, kann der neue Vertrag unterschrieben werden. Bild: Michele Limina

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Der Unmut in den Landgemeinden war gross, als die Stadt Winterthur im letzten Jahr ankündigte, man wolle den Anschlussvertrag betreffend Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb Winterthur-Andelfingen kündigen und neu verhandeln. Knackpunkt war der Verteilschlüssel.

Winterthur zahlt aktuell pro Kopf deutlich mehr an die Kesb als die Landgemeinden. Im Rahmen des Entlastungsprogramms Balance wollte der Stadtrat deshalb dank neuem Schlüssel rund 300?000 Franken einsparen. Die Landgemeinden zeigten sich nach der Ankündigung erstaunt und brüskiert über die Art der Kommunikation und die Vorgehensweise. Es wurde gar darüber diskutiert, mit einer eigenen Organisation zu arbeiten.

Kosten nach Bevölkerung

Inzwischen haben sich die Wogen geglättet und Vertreter der Stadt sowie der Landgemeinden haben sich an einen Tisch gesetzt und einen Vertragsentwurf ausgehandelt. Die Stadt konnte sich mit ihrer Forderung durchsetzen, künftig die Kosten zwischen den Bezirken nach der Bevölkerungszahl aufzuteilen. Doch auch die Landgemeinden konnten ihre Wünsche einbringen. Sie verlangten mehr Mitsprache.

Vorgesehen ist deshalb, dass eine Kommission gebildet wird, die sich zweimal im Jahr trifft. Die Kommission soll aus Exekutivmitgliedern der Trägerschaft paritätisch zusammengesetzt werden. Der Stadtrat muss die Kommission anhören, wenn es um Änderungen am Stellenplan, dem Standort oder der Organisation geht. Weiter wurde festgelegt, dass Winterthur transparenter und ausführlicher Bericht erstatten soll.

Martin Farner (FDP), Vertreter des des Gemeindepräsidentenverbandes Andelfingen, zeigt sich zufrieden mit dem Entwurf. «Wir gaben beim Kostenschlüssel nach, konnten dafür bei inhaltlichen Fragen und der Zusammenarbeit unsere Wünsche einbringen.» Auch Stadtrat Nicolas Galladé begrüsst die neue Vereinbarung.

Lesen Sie hier mehr zum Thema. (landbote.ch)

Erstellt: 02.05.2016, 11:58 Uhr

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