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Stadtpräsident Künzle verliert seinen Bart bei einer Wette

Michael Künzle erschien am Montag auffallend glattrasiert im Gemeinderat. Er hatte sich verwettet.

Michael Künzle wie man ihn kennt: mit Bart.
Michael Künzle wie man ihn kennt: mit Bart.
Sabina Bobst

Der Winterthurer Stadtpräsident und der «Landbote» sitzen im Gemeinderat nicht eben nah beieinander. Im Gegenteil: Während Michael Künzle (CVP) in der einen Ecke des Ratssaals beim Fenster Platz nimmt, sitzen die Vertreter der Redaktion jeweils schräg gegenüber, gute 30 Meter Raumdiagonale entfernt.

Man kann das metaphorisch deuten oder nicht - in der Praxis und in der etwas diffusen Beleuchtung des Ratssaals ist es vor allem eine Herausforderung für die Augen. So dauerte es am Montagabend denn auch einen Moment, bis dem «Landboten» die Abweichung auffiel. Der Stadtrat, ja der Stadtpräsident wirkte auffallend verändert. Nach zweimaligem Hinsehen wurde klar: Ja, der Bart ist ab.

«Das bleibt mein Geheimnis»

Die Anfrage nach den Gründen ging noch bei laufender Sitzung raus. Hier das ungekürzte Protokoll des Schriftwechsels mit dem Stadtpräsidenten:

Der «Landbote»: «Wohin ist der Bart, mit Wärtsilä nach Frauenfeld abgewandert?».

Künzle: «Wette und damit Bart verloren. Schäden begrenzt, wächst wieder nach».

«Landbote»: «Worum wurde gewettet?»

Künzle: «Das bleibt mein Geheimnis. Gruss Mike.»

Künzle ohne Bart, das hat Winterthur lange nicht gesehen. Wie lange, konnte der «Landbote» bei laufender Sitzung nicht mehr in Erfahrung bringen. Klar ist indessen: Die Gesichtsbehaarung gehört quasi zu den Insignien des Winterthurer Stadtpräsidenten.

Das ist auch jenseits der Stadtgrenze bekannt. Als der «Landbote» vor einer Weile ausgerechnet den Frauenfelder Stadtpräsidenten Anders Stockholm nach den grössten Stärke Künzle fragte, flachste dieser: «Er hat einen Bart. Das ist in der heutigen Zeit ein grosser Vorteil, sowohl bei den Jungen als auch bei den Frauen.»

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