Eissport

Stadtrat enttäuscht die Freunde des Eissports

In der Zielbau-Arena gibt es zwar zu wenig Garderoben. Geld dafür gibt es aber keines.

Der Stadtrat hat neben zusätzlichen Garderoben auch eine Überdachung des Aussenfeldes geprüft. Zu teuer, lautet das Fazit.

Der Stadtrat hat neben zusätzlichen Garderoben auch eine Überdachung des Aussenfeldes geprüft. Zu teuer, lautet das Fazit. Bild: Archiv/ Marc Dahinden

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Gemeinderatspräsident Andreas Geering (CVP) forderte in einem Postulat Antworten des Stadtrats zur Zukunft der Eissportanlage. Wichtig dabei waren ihm die Garderoben. Schon vor zwei Jahren wies Geering in einer Interpellation darauf hin, dass die Zahl der Garderoben in der Eishalle Deutweg zu knapp ist. Nun äussert sich der Stadtrat zur Zukunft der Eishalle – doch die Antwort wird die Freunde des Eissports wohl nicht freuen.

Deutlich sagt der Stadtrat zwar, dass die 2002 erbaute Eissportanlage den heutigen Anforderungen der Sportarten Eishockey und Eiskunstlauf nicht mehr genügen könne. Denn: «Es fehlt neben genügend geschlechtergetrennten Garderoben an genügend wetterunabhängiger Eisfläche und auch an ganzjährig nutzbarem Eis in der Halle.»

Dach würde Energie sparen

Von April bis August stehe den Sportlerinnen und Sportlern im Winterthurer Eishockey und im Eiskunstlauf kein Trainingseis zur Verfügung – ein klarer Nachteil. Während der Hochsaison gibt es nur ein wetterunabhängiges Feld in der Halle. Auch die Garderobensituation sei während dieser Zeit «prekär», schreibt der Stadtrat.

Studien zeigen nun, was wie realisiert werden kann, um die Situation bei der Eishalle zu verbessern. Herausgekommen dabei ist zum Beispiel, dass ein Dach für das erste Aussenfeld realisierbar wäre. Dieses würde für die Eisaufbereitung sogar Energie sparen.

Stadtrat zieht ernüchterndes Fazit

Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach würde pro Jahr zudem 294000 Kilowattstunden bringen – so viel wie 80 Vierpersonenhaushalte durchschnittlich im Jahr brauchen. Ohne solche Anlage würde der Bau auf rund 2,5 Millionen Franken kommen. Zusätzliche Garderoben würden etwa gleich viel kosten. Ganzjahreseis in der Halle wäre nur mit einem grossen baulichen Aufwand möglich. Der Stadtrat hat auch abgeklärt, ob Dritte das Projekt mitfinanzieren würden. An die fünf Millionen, die das Dach und die Garderoben kosten würden, dürften Bund und Kanton im besten Fall 20 Prozent beisteuern.

Das Fazit des Stadtrats ist allerdings ernüchternd. Er will lediglich prüfen, ob er das Dach in den nächsten Jahren in die Investitionsplanung aufnehmen will – «im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten». Ganzjahreseis soll um das Jahr 2025 vertieft geprüft werden, und die Garderoben können derzeit aus «finanzpolitischen Überlegungen» nicht gebaut werden.

Erstellt: 18.01.2020, 09:27 Uhr

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