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Stadtrat will deutlich mehr Sozialarbeiter einstellen

Mit einer besseren Betreuung der Sozialhilfefälle, lassen sich in Winterthur jährlich 1,5 Millionen Franken einsparen, besagt eine Studie. Der Stadtrat will jetzt reagieren.

Das Sozialamt will 17,5 neue Stellen schaffen.
Das Sozialamt will 17,5 neue Stellen schaffen.
Marc Dahinden

140 Fälle bearbeiten Sozialarbeiter der Stadt Winterthur heute, künftig sollen es nur noch 75 sein. Der Stadtrat will die Betreuung der Sozialhilfebezüger verbessern und so die Wiedereingliederung stärken. Im Sozialamt sollen darum 17,5 neue Stellen geschaffen werden.

Grundlage für den Entscheid, der noch der Zustimmung des Gemeinderats bedarf, ist eine Studie, die der Stadtrat bei der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Auftrag gegeben hatte. Sie kommt zum Schluss, dass bei einer engeren Betreuung in Winterthur im Sozialwesen insgesamt rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden könnten. Und das netto, der zusätzliche Aufwand der neuen Sozialarbeiter ist also schon eingerechnet.

2016 hatte bereits ein Expertenbericht des Büros BASS über mögliche Sparpotenziale im Winterthurer Sozialwesen festgehalten, dass in Winterthur die personellen Ressourcen für eine effektive Fallbetreuung fehlen.

Stellenaufstockung nächstes Jahr geplant

Um herauszufinden, wie sich die Fall-Last auf die Kosten auswirkt, wurden nun drei zufällig ausgewählten Sozialarbeitende in Winterthur für 18 Monate nur 75 Fälle zugewiesen, während die übrigen Sozialarbeiter weiterhin 145 Fälle pro Vollzeitstelle bearbeiten mussten. Die Ergebnisse zeigen nun laut einer heute verschickten Mitteilung, dass die durchschnittlichen Kosten pro Fall so um 1450 Franken gesenkt werden können. Auch gelinge die Ablösung von der Sozialhilfe, also die Rückkehr in ein geregeltes Leben und Einkommen, schneller.

Der Stadtrat will die Stellenaufstockung bereits auf das nächste Jahr hin in Angriff nehmen. Mit dem Novemberbrief beantragt er darum im Budget nachträglich 11 zusätzliche Stellen für 2018, ein Jahr später sollen dann abermals 6,5 Stellen geschaffen werden. Die Diskussion führt das Parlament in der Budgetdebatte im Dezember.

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