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Stadtwerk kommt in bürgerliche Hände

Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) wird Vorsteher der technischen Betriebe. Der neu gewählte Jürg Altwegg ­(Grüne) erbt per 1. Juli das Departement Schule und Sport.

Stefan Fritschi übernimmt ab 1. Juli das Departement technische Betriebe.
Stefan Fritschi übernimmt ab 1. Juli das Departement technische Betriebe.
Enzo Lopardo

Das Departement Technische Betriebe hat in den letzten Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Vor allem die so genannte Wärmering-Affäre brachte Unruhe und Wechsel mit sich. Jetzt soll Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) die technischen Betriebe übernehmen. «Wir haben das einvernehmlich beschlossen», sagte Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) und betonte, dass es wichtig sei, dass jemand mit Erfahrung im Departement Ruhe schaffen könne. Zu den technischen Betrieben gehören neben Stadtwerk auch die Bereiche Stadtbus und Stadtgrün. Ein grosses anstehendes Thema ist die Verselbständigung von Stadtwerk. Diese wurde zwar infolge der Wärmering-Affäre offiziell sistiert, aber sie bleibe eine «wichtige Pendenz», wie Stefan Fritschi sagt. Bevor man sich über den Grad der Verselbständigung unterhalten könne, wolle er aber «Ruhe in den Laden bringen.»

Chance für Winterthur

Die bürgerlichen Parteien begrüssen es, dass das wichtige Departement nach 15 Jahren links-grüner Führung wieder in bürgerlichen Händen ist. «Ein guter Entscheid», sagt FDP-Präsident Dieter Kläy. Es brauche eine erfahrene Leitung, welche die Restanzen rund um die Wärmering-Affäre sowie den verzögerten Schöntal-Umbau bereinigen könne. Zudem sei es für Winterthur eine Chance, wenn es bei Stadtwerk eine neue Gesamtleitung gebe. Am 1. Juli tritt nicht nur Fritschi sein neues Amt an an, sondern auch der neue Stadtwerk-Direktor Marco Gabathuler.

SVP-Präsident Simon Büchi beurteilt den Wechsel ebenfalls positiv: «Nachdem sich Jürg Altwegg nie richtig von seinem grünen Vorgänger Matthias Gfeller distanziert hat, macht es Sinn, dass jemand mit anderer politischer Ausrichtung übernimmt.»

Kläy und Büchi rechnen damit, dass die Verselbständigung in nächster Zeit nicht aufs Tapet kommt. «Das Thema ist durch die Unruhen in den Hintergrund gerückt», sagt Kläy.

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