Zum Hauptinhalt springen

Städtische Pensionskasse braucht erneut über 100 Millionen

Die städtische Pensionskasse ist noch immer stark unterfinanziert. Nun will der Stadtrat wieder Millionen einschiessen.

Damit die städtischen Angestellten ihren Lebensabend auch künftig finanziell abgesichert geniessen können, muss die Stadt erneut viel Geld einschiessen.
Damit die städtischen Angestellten ihren Lebensabend auch künftig finanziell abgesichert geniessen können, muss die Stadt erneut viel Geld einschiessen.

Die Pensionskasse der städtischen Angestellten braucht erneut massiv viel Geld. Heute haben die Verantwortlichen ein neues Vorsorgemodell vorgestellt, das 2020 in Kraft treten soll. Obschon die versicherten Einbussen bei den Renten hinnehmen müssen, kostet die Umstellung 160 Millionen Franken. Hinzu kommt, dass die Kasse derzeit eine massive Unterdeckung aufweist. Ende 2016 waren es 110 Millionen Franken.

144 Millionen zurückstellen

Obschon die Pensionskasse bereits im Zuge der Verselbstständigung per 2014 mit rund 175 Millionen Franken saniert worden war, soll für diese Kosten erneut die Öffentlichkeit aufkommen. «Das neue Rechnungsmodell HRM2 schreibt vor, dass für die Verbindlichkeiten Rückstellungen vorzunehmen sind», heisst es dazu in einer Pressemitteilung etwas verklausuliert. Der Stadtrat habe darum beschlossen, bereits in der Rechnung 2016 weitere 144 Millionen Franken zurückzustellen. Das in den letzten Jahren angesparte Eigenkapital wird so auf einen Schlag aufgefressen.

Auch ohne öffentliches Geld wäre eine Sanierung der Pensionskasse möglich, schreibt der Stadtrat weiter. Dies würde aber mehr als zwanzig Jahre dauern – «laut den Vorgaben der beruflichen Vorsorge eine viel zu lange, nicht zulässige Dauer». Der Stadtrat plädiert hingegen für eine Ausfinanzierung in Form einer sogenannten Annuitätenschuld. Das heisst: Die Stadt übernimmt den Fehlbetrag und bezahlt diesen in jährlichen Tranchen in längerem Zeitraum.

Der Deckungsgrad der Kasse würde durch diese Massnahme per sofort auf 100 Prozent steigen, beschreibt der Stadtrat die Vorteile. Entsprechend entfielen weitere Sanierungsbeiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. «Das entlastet die Erfolgsrechnung und erhöht die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeberin.»

Der Stadtrat will diesen Plan jetzt vertieft prüfen und dann dem Gemeinderat vorlegen. Ob es zur Ausfinanzierung der Pensionskasse der städtischen Mitarbeiter kommt, muss dann das Volk entscheiden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch