Winterthur

Startschuss für die 30-Millionen-Unterführung

Nach monatelanger Vorarbeit beginnt der Bau der Veloauffahrt beim HB. Von der Turnerstrasse sollen die Velofahrer künftig unter dem Bahnhof hindurchbrausen.

Bauen für die Velofahrer: Vor dem Bahnhofplatz kommt die Auffahrt der neuen Velounterführung hin. Foto: M. Dahinden

Bauen für die Velofahrer: Vor dem Bahnhofplatz kommt die Auffahrt der neuen Velounterführung hin. Foto: M. Dahinden

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Ungewohntes Bild vor dem Manor: Die Bankstrasse ist keine Baugrube mehr. Ein halbes Jahr lang war der Belag aufgerissen gewesen, Fussgänger und Velofahrer mussten sich stets neue Wege um die Abschrankungen bahnen.

Wie viele von ihnen Bus oder Zug verpassten, ist nicht überliefert.

 «Die bisherigen Arbeiten waren erst Vorarbeiten»

Nun glänzen der schwarze Teer und die neuen Markierungen um die Wette. Doch die Bauarbeiten auf der Stadtseite des Bahnhofs sind nicht vorüber, im Gegenteil: Es geht erst richtig los. «Die bisherigen Arbeiten waren eigentlich Vorarbeiten», sagt Christoph Gafner, Projektleiter im Tiefbauamt.

Es war ein grosser Ab­wasserkanal zu verlegen, und bei der Stadt nutzte man die Gelegenheit, diverse weitere Leitungen, auch Frischwasser- und Elektroleitungen, zu ersetzen.

Auffahrt neben dem Coiffeur

In diesen Tagen wird mit der zweiten Bauetappe begonnen, «nahtlos», wie Gafner sagt. Auf der Turnerstrasse vor dem Terminus-Gebäude (Bank Cler) wird die Abfahrt zur neuen Velounterführung gebaut. Künftig werden die Velos beim Coiffeur Albertin hinabfahren, um dann den Bahnhofplatz und die Gleise zu unterqueren.

Diese Streckenführung machte die Verlegung des Abwasserkanals nötig. Die daneben liegende Spur der Turnerstrasse, vor dem Volkarthaus, bleibt künftig dem Busverkehr und Post­zubringern vorbehalten, aktuell herrscht an der Baustelle all­gemeines Fahrverbot. Dafür ist die Bankstrasse wieder für den zweispurigen Verkehr frei.

Die Rampe benötigt eine Länge von rund 50 Metern, denn die Unterführung kommt sechs Meter unter dem Boden zu liegen, die Steigung beträgt bis zehn Prozent. Die Velospuren werden sich gleich neben der neuen Bahnhofsunterführung befinden, die zeitgleich gebaut wird (unter der heutigen Passerelle).

«Von der Velounterführung wird man in die Personenunterführung hin­überblicken können», sagt Gafner, «durch eine Art offene Fenster». Schnell etwas einkaufen in der SBB-Unter­führung, das wird für Velofahrer aber nicht möglich sein, schliesslich will man ja die ­Ströme entflechten und die Fahrräder schnell auf die andere Bahnhofsseite führen.

Kosten von über 30 Millionen

Die planmässigen Gesamtkosten für die Kanal- und Werkleitungsarbeiten betragen 3,9 Millionen Franken, hinzu kommen 3,5 Millionen für den Strassenbau. Die Velounterführung soll total 32,6 Millionen kosten, bezahlt grossmehrheitlich vom Kanton.

Mit den Arbeiten liege man zeitlich im Plan, sagt Projekt­leiter Gafner, gebaut werden soll noch bis Ende 2021. Die Beeinträchtigungen für Velofahrer, Fussgänger und Buschauffeure halten also noch eine hübsche Weile an, oder sie nehmen sogar zu.

Rund zwei Jahre lang werden nun auf dem Bahnhofplatz, etwas links zur heute gesperrten Per­sonenunterführung, ein Baukran und eine Installationsplattform stehen. Aufgestellt werden diese in den nächsten Tagen.

Erstellt: 13.11.2018, 16:53 Uhr

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