Winterthur

Sternwarte Eschenberg hat weiter aufgerüstet

Die Sternwarte blickt auf ein erfolgreiches Betriebsjahr zurück. In die 1860 Besucher wurden 769 Arbeistunden investiert.

Das neue 40cm-Teleskop wird für die Astrofotografie eingesetzt.

Das neue 40cm-Teleskop wird für die Astrofotografie eingesetzt. Bild: zvg

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Zum Tag der Astronomie im März fanden sich unter einem klaren Firmament vor allem viele Familien mit Kindern ein. Und auch die partielle Mondfinsternis am 7. August bot ein eindrückliches Himmelsschauspiel, zeigte sich doch die Vollmondscheibe schon beim Aufgang deutlich angeknabbert durch den Erdschatten.Unter den insgesamt 61 Gruppenführungen im Berichtsjahr waren viele Spezialwünsche zu erfüllen: Kleinstgruppen, Führungen an Wochenenden, zu speziellen Zeiten und auch für spezielle Gelegenheiten, wie runde Geburtstage, Familienfeiern, Gedenk- und Firmenanlässe, brachten einiges an Zusatzaufwand. Insgesamt schrieben sich im Jahr 2017 1860 Besucher in den Gästelisten ein. Für ihre Begleitung, für die Unterhalts- und Reinigungsarbeiten sowie für die Gartenpflege investierte das kleine, seit mehr 38 Jahren rein freiwillig tätige Demonstratoren-Team stolze 769 Arbeitsstunden.

Mehrere wissenschaftliche Höhepunkte

Seit Juni ist das neue 40 cm-Spiegel-Teleskop im Einsatz. Das 60 000 Franken teure Instrument ist mit einer eigens für Winterthur angefertigten Präzisionsoptik ausgestattet. Zusammen mit einer neuen CCD-Kamera wird dieses Instrument für die digitale Astrofotografie eingesetzt. Die computergestützte Technologie ist enorm zeitintensiv und anspruchsvoll, bringt aber verblüffende Resultate gerade bei Deep-Sky-Objekten, wie zum Beispiel bei Gasnebeln oder Galaxien. Die neue Ausrüstung ist mit Beiträgen von drei Winterthurer Stiftungen sowie aus Rücklagen der Astronomischen Gesellschaft Winterthur finanziert worden.

Gleich mehrere Höhepunkte verzeichnete das wissenschaftliche Beobachtungsprogramm an Kleinplaneten. Unter anderem halfen zwölf präzise Messungen aus Winterthur am Asteroiden (3122) Florence einem Team der NASA, den mit 4,5 km Durchmesser sehr grossen Asteroiden mit hochauflösender Radar-Technik abzutasten. (mgr)

Erstellt: 26.12.2017, 13:23 Uhr

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