Zum Hauptinhalt springen

Stiftungsrat der städtischen Pensionskasse wehrt sich heftig

Nach der harschen Kritik an der Pensionskasse der Stadt Winterthur meldet sich der Stiftungsrat zu Wort. Die Behauptung, die neuerliche Sanierung mit über 100 Millionen Franken solle allein zulasten der Steuerzahler gehen, sei billig.

Die Pensionskasse, deren Angestellte im Stadthaus untergebracht sind, wehrt sich gegen die Vorwürfe der bürgerlichen Parteien.
Die Pensionskasse, deren Angestellte im Stadthaus untergebracht sind, wehrt sich gegen die Vorwürfe der bürgerlichen Parteien.
hd

Eine Rechnungsabnahme wie in diesem Sommer hat Winterthur noch nicht erlebt. Allen voran die bürgerlichen Parteien übten harsche Kritik am Stadtrat und an der Pensionskasse der Stadt Winterthur, die erneut über 100 Millionen Franken benötigt, um sich zu finanzieren.

Schliesslich lehnte der Rat die Rechnung 2016 ab – ein folgenloser Entscheid, aber eine deutliche Protestnote.

Die SVP doppelte kurz darauf nach: Der Stiftungsrat der Pensionskasse sei in seiner Zusammensetzung zu links. SVP-Präsident Simon Büchi wiederholt auf Nachfrage den Vorwurf. Der Vorschlag zur Sanierung der Kasse gehe «fast ausschliesslich zu Lasten des Steuerzahlers», sagt er.

Auch sei die Kommunikation ­intransparent. Der Gemeinderat müsse sich die Informationen, wer wie viel an die Sanierung ­beitrage, mühsam zusammen­suchen. «Ich verstehe, dass es kompliziert ist, die Sanierung zu erläutern, aber wenn das nicht gelingt, haben beim Stadtrat oder beim Stiftungsrat Leute versagt.»

«Lachhaft und billig»

Jetzt meldet sich in der Causa Jorge Serra zu Wort. Der frühere SP-Kantonsrat ist seit 2014 ­Präsident des Stiftungsrates der ­Pensionskasse der Stadt Winterthur. Die Behauptung, die Verantwortung für die Unter­deckung der Kasse werde allein auf den Steuerzahler abgewälzt, sei billig, sagt Serra. Den Vorwurf, der Stiftungsrat sei zu links, bezeichnet er gar als lachhaft.

Im Interview mit dem Landboten rechtfertigt Serra zusammen mit Markus Büchi, dem Geschäftsführer der Kasse, die vorgeschlagenen Sanierungspläne. Das neue Vorsorgemodell sei für das Personal einschneidend. «Es muss höhere Spar­beiträge bezahlen und wird tiefere Renten beziehen.»

Auch bei den anwartschaftlichen Leistungen, Witwen und Hinterlassenen­renten, werde gekürzt. Einzig die bestehenden Renten werden nicht angerührt, dafür fehlt dem Stiftungsrat die rechtliche Grundlage, wie ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt. Dabei sind die zu hohen Leistungen für heutige Pensionäre die Wurzel des Problems.

Das ausführliche Interview mit Stiftungsratspräsident Jorge Serra und Geschäftsführer Markus Büchi lesen sie hier.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch