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Stöck, Wys und Handball

Am 13. Jassabend der Zürcher Kantonalbank im Casinotheater sorgte die Pfadi-Krise für Gesprächsstoff.

Jakob Bächtold
Der Sieger Ruedi Dürst, der sportliche Verlierer Lucius Graf und der Organisator Ronald Kundert (von links): Das Promi-Jassturnier der Zürcher Kantonalbank fand am Montagabend bereits zum 13. Mal statt.
Der Sieger Ruedi Dürst, der sportliche Verlierer Lucius Graf und der Organisator Ronald Kundert (von links): Das Promi-Jassturnier der Zürcher Kantonalbank fand am Montagabend bereits zum 13. Mal statt.

Für einmal waren nicht die vergeblich gesparten Trümpfe oder die unachtsam verworfenen Böcke das Hauptthema am traditionellen Jassabend der Zürcher Kantonalbank, sondern der Handball. Genauer: die finanzielle Misere von Pfadi Winterthur. «Wie konnte es soweit kommen?», war an den Spieltischen des Preisjassens, das die ZKB am Montagabend im Casinotheater zum 13. Mal durchführte, unter den 40 eingeladenen Spielerinnen und Spielern mehrmals zu hören.

Das Jassreglement als Trostpreis

Passend zum Thema hatte ein Handballer an diesem Abend die schlechtesten Karten: Lucius Graf, Bereichsleiter bei House of Winterthur, Ex-Pfadi-Junior und aktueller Spieler bei Fortitudo Gossau, erhielt dieses Jahr den traditionellen Trostpreis, die Jassbibel des Winterthurer Jasspapsts Göpf Egg. Das Büchlein überreichte ihm Ronald Kundert, Organisator des Abends und Leiter Firmenkunden der Zürcher Kantonalbank.

Zweitletzter wurde der ehemalige Chefredaktor des «Landboten» Ruedi Gerber, der schon mehrmals auf den hinteren Rängen anzutreffen war. Den drittletzten Platz holte – das hingegen kam eher überraschend – Peter Uhlmann. Der SVP-Politiker aus Dinhard tritt demnächst aus dem Kantonsrat zurück und hat sich soeben aus der Geschäftsleitung der Firma Optimo zurückgezogen – er hat nun also viel Zeit zum Üben.

Ein Treuhänder als Sieger

Zum Podest: Die Bronzemedaille ging dieses Jahr an Hermann Weigold, den ehemaligen Bankratspräsidenten der Kantonalbank. Auf dem zweiten Platz landete Ex-Statthalter Peter Rubin, auch er ein Handballer und Ehrenmitglied von Pfadi Winterthur, allerdings liegt seine aktive Karriere sowie seine Zeit als Pfadi-Präsident (in den 1970-ern und 1980-ern) schon ein bisschen zurück.

Und der Sieg? Den erspielte sich Ruedi Dürst, CEO der Taxalis Treuhand AG. Er erreichte mit 2920 Punkten in 32 Runden ein schönes Resultat, konnte allerdings das Glanzergebnis von 3021 Punkten des VorjahressiegersAdrian Kienast, Geschäftsleiter der Optimo, nicht ganz knacken. Apropos Bestmarken: Nach wie vor ist Thomas Kärcher von der Firma Kistler der einzige, der den prestigeträchtigen Titel am ZKB-Turnier zweimal gewinnen konnte, in den Jahren 2011 und 2013.

Zuversicht für Spendenaktion

Übrigens war der Tenor in den Handball-Diskussionen der prominenten Jassrunde immerhin teilweise optimistisch: Dass der Traditionsverein die benötigten 400’000 Franken bis Ende März zusammenbringt, glauben die meisten. Aber wie soll es nach diesem Effort dann weitergehen? Darüber lässt sich mindestens so ausführlich debattieren wie über Stöck, Wys und Stich.

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