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Taboulé ohne Tabuthemen

Im Schulhaus Büelwiesen kochten erwachsene Flüchtlinge mit Oberstufenschülern und sprachen offen über Fluchterfahrungen, Berufswünsche und den Ramadan.

«Fastest du?» «Nein, und du?» Beim gemeinsamen Kochen kommen Sekschülerinnen und Flüchtlinge ins Gespräch.
«Fastest du?» «Nein, und du?» Beim gemeinsamen Kochen kommen Sekschülerinnen und Flüchtlinge ins Gespräch.
Marc Dahinden

Am Herd der Büelwiesen-Schulküche ist am Dienstagmorgen Diana die Chefin; es gibt Maklube, ein Festtagsgericht aus ihrer Heimat Syrien. Im heissen Öl der Bratpfanne brutzeln Auberginenstreifen, Aishan, ein 25-jähriger Afghane, wendet sie vorsichtig mit der Gabel. «Männer in der Küche, das gibt meist eine Katastrophe!», neckt ihn Diana. Die Syrerin trägt ihr blondiertes Haar offen, ohne Kopftuch. Keine zwei Jahre ist es her, dass sie in die Schweiz kam. Ihr Mann war schon vorher hergekommen, sie hatte mit ihren zwei Kindern zunächst im Bürgerkriegsland ausgeharrt.

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