Winterthur

Taktik oder Liebe? SP und GLP spannen zusammen

Von vier Schulpräsidien beanspruchen SP und GLP gemeinsam deren drei. Die Koalition kommt eher überraschend und bringt die Bürgerlichen in Bedrängnis.

Noch am 4. März kämpften die SP (mit Christa Meyer, l.) und die GLP (mit Annetta Steiner, r.) gegeneinander um das Stadtpräsidium. Nun machen die beiden Parteien zumindest im Kampf um die Schulpräsidien gemeinsame Sache.

Noch am 4. März kämpften die SP (mit Christa Meyer, l.) und die GLP (mit Annetta Steiner, r.) gegeneinander um das Stadtpräsidium. Nun machen die beiden Parteien zumindest im Kampf um die Schulpräsidien gemeinsame Sache. Bild: jb

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Die SP unterstützt die GLP-Kandidatin Martha Jakob im Kampf ums Schulpräsidium Mattenbach-Seen, und die GLP unterstützt die SP-Kandidaturen von Chantal Galladé (Stadt-Töss) sowie von Christoph Baumann im Schulkreis Oberwinterthur.

Die Begründung aus den Parteileitungen ist dieselbe: Es gehe hier weniger um Parteipolitik, sondern darum, gute Leute für anspruchsvolle Ämter zu finden. Diese drei hätten das Zeug dazu, sind die Präsidenten überzeugt.

«Es gibt bei uns durchaus auch Sympathisanten für einen Wechsel im Stadtratspräsidium»Beat Meier, 
GLP-Co-Präsident

Die neue Koalition führt zu einem Bündnis, das im lokalen Politbetrieb eine Mehrheit hat. Die Grünen werden ihr früheres Parteimitglied Felix Müller (Stadt-Töss) nicht mehr unterstützen, das ist seit langem so beschlossen. Den Bürgerlichen bliebe, wenn das links-grüne Bündnis bei der Wählerschaft ankommt, nur das Präsidium von Veltheim-Wülflingen, wo René Schürmann (CVP) seit vier Jahren im Amt ist und bleiben will.

Und beim Stadtpräsidium?

Doch wie weit reicht die neue Liebe von SP und GLP? Unterstützt die GLP nun auch die Stadtpräsidiums-Kandidatur von Yvonne Beutler (SP) gegen Michael Künzle (CVP)? «Es gibt von uns keine Wahlempfehlung», sagt der GLP-Co-Präsident Beat Meier.

In der Partei habe keine Kandidatur das notwendige Quorum erzielt. Die Mitglieder seien frei, Beutler oder Künzle zu unterstützen. «Es gibt durchaus Sympathisanten für einen Wechsel», so Meier.

Die EVP jedoch unterstützt im zweiten Wahlgang weiter Michael Künzle. Die Mehrheit für soziale und ökologische Anliegen sei erreicht, da wolle die EVP die Polarisierung nicht noch verstärken. Künzle wirke ausgleichend und repräsentiere gut. (mgm)

Erstellt: 14.03.2018, 16:22 Uhr

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