Winterthur

Theater Winterthur wird Aktiengesellschaft

Das Theater Winterthur soll aus der Stadtverwaltung ausgegliedert werden. Neu soll die «Theater Winterthur AG» eine Aktiengesellschaft werden - das Gebäude bleibt jedoch bei der Stadt.

Weshalb eine neue Organisationsform? Und was bedeutet dies für den Theaterbetrieb, das Publikum und den Steuerzahler? Wir haben Theaterdirektor René Munz die vier wichtigsten Fragen gestellt.
Video: huy

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Theater Winterthur soll aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und in eine gemischtwirtschaftliche, gemeinnützige Aktiengesellschaft «Theater Winterthur AG» überführt werden. Dies teilte die Stadt Winterthur vor den Medien mit. Der Theaterbetrieb erhalte damit« zeitgemässe organisatorische Rahmenbedingungen», um seinem kulturellen Auftrag im Dienst der Kulturstadt Winterthur auch langfristig gerecht zu werden.

Das Theatergebäude bleibt bei der Stadt, heisst es weiter. Mit dieser Vorlage erfüllt der Stadtrat eine erheblich erklärte Motion des Grossen Gemeinderates, welche die Überführung des Theaters in eine gemeinnützige Trägerschaft verlangt. Über die Ausgliederung entscheiden wird letztlich die Stimmbevölkerung. Zudem unterliegt sie der Genehmigung durch den Regierungsrat.

«Wie stehen Sie dem Vorhaben gegenüber?» Auf Facebook ruft die Stadt Winterthur zur Diskussion auf.

Das Theater Winterthur ist mit rund 780 Sitzplätzen das grösste Gastspielhaus der Schweiz. Jährlich werden über 150 Vorstellungen von nationalen und internationalen Bühnen aufgeführt.

Mehr Transparenz

Aktuell ist das Theater Winterthur Teil der Stadtverwaltung und in das Departement Kulturelles und Dienste integriert. Am 18. Januar 2016 erklärte der Grosse Gemeinderat die Motion betreffend «Überführung des Theater Winterthur in eine gemeinnützige Trägerschaft» für erheblich und beauftragte den Stadtrat mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Umsetzungsvorlage. Mit der Ausgliederung soll der Theaterbetrieb besser gesteuert werden können. Bei der Finanzplanung und Rechnungslegung soll die neue Rechtsform mehr Transparenz schaffen.

Die vom Stadtrat nun verabschiedete Umsetzungsvorlage sieht vor, den Theaterbetrieb in eine gemischtwirtschaftliche gemeinnützige Aktiengesellschaft zu überführen, während die Theaterliegenschaft weiterhin im Eigentum der Stadt bleibt.

Steuerbefreit

Die Betriebsüberführung soll in zwei Etappen geschehen: Zunächst gründet die Stadt Winterthur die Aktiengesellschaft «Theater Winterthur AG». Das von der Stadt gezeichnete Aktienkapital beträgt 1,5 Millionen Franken. In einem zweiten Schritt wird die Aktiengesellschaft über eine genehmigte Kapitalerhöhung für andere Aktionäre geöffnet - Es ist eine Kapitalerhöhung von 750 000 Franken vorgesehen.

Die Theater Winterthur AG werde nicht gewinnorientiert und daher steuerbefreit sein, teilt die Stadt mit. Für die Nutzung der im städtischen Eigentum verbleibenden Theaterliegenschaft vereinbart die Stadt mit der Theater Winterthur AG eine Gebrauchsleihe. Mit der Überführung des Theaterbetriebs in die Theater Winterthur AG wird diese sodann zur neuen Arbeitgeberin der Theatermitarbeitenden. Sie schliesst hierfür einen Gesamtarbeitsvertrag ab, der die Gleichstellung des Personals mit den städtischen Mitarbeitenden beachtet.

Das Theater soll bereits ab dem nächsten Sommer unter neuer Trägerschaft funktionieren. Vorausgesetzt der Grosse Gemeinderat, die Stimmbevölkerung und der Regierungsrat stimmen der Vorlage zu.

Erstellt: 05.07.2018, 10:29 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!