Winterthur

Jagd-Hochsitze demoliert, Radikale prahlen mit der Tat

Im Wald unweit der Mörsburg sind fünf Hochsitze der Jagdgesellschaft mutwillig zerstört worden. Im Internet bekennen sich Tierbefreiungs-Aktivisten zur Tat.

Zerstörter Hochsitz: Der einstige Turm ist bei der Jagd derzeit keine Hilfe mehr.

Zerstörter Hochsitz: Der einstige Turm ist bei der Jagd derzeit keine Hilfe mehr. Bild: Stadtpolizei Winterthur

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Den Jägern der Jagdgesellschaft fiel der Anschlag am Montag auf. Sie kontaktierten sofort die Stadtpolizei, und diese nahm Ermittlungen auf. Ein erster Hinweis auf die möglichen Täter fand sich im Internet auf einer Seite von militanten Polit-Aktivisten, die sich gegen Unterdrückung aller Art wehren.

«Hochsitze umgemäht, Tierbefreiung» steht über einem Eintrag vom 8. März: «Wir haben in einer romantischen Vollmondnacht in Winterthur ein paar Hochsitze kaputt gemacht, drei aus Holz, zwei aus Metall.»

Die letzte Vollmondnacht war am 2. März, die Jäger gehen davon aus, dass die Anschläge dann passiert sein müssen. «Zuerst dachten wir, ein Hochsitz sei einfach umgekippt», sagt Obmann Kurt Bosshard. Doch bei genauerem Hinschauen fand man die Spuren einer Säge.

So meldete es gestern auch die Stadtpolizei: Die Täter sägten bei drei hölzernen Einrichtungen die tragenden Elemente durch, zwei metallene Hochsitze wurden umgestossen. Deren Streben sind verbogen und müssen ersetzt werden.

«Herrgott, was soll das»

Der Obmann der Jagdgesellschaft Winterthur-Mörsburg, Kurt Bosshard, sagt relativ ruhig, der Sachschaden sei nicht immens, die Reparatur koste vielleicht dreitausend Franken. Doch der Ärger und vor allem das Unverständnis ist gross. «Herrgott, was soll das», sagt er: «Man muss ja nicht gleich Dinge kaputtmachen, wenn man mit uns Jägern nicht gleicher Meinung ist.» Bosshard glaubt nicht, dass seine Jagdgesellschaft gezielt ausgewählt wurde. Sondern eher wahrscheinlich sei, dass die Täter von der Autostrasse her den einfachsten und schnellsten Weg nahmen.

Farbanschlag auf Restaurant

Die Stadtpolizei sucht Zeugen, die im fraglichen Zeitpunkt etwas beobachtet haben, und sie ermittelt nun «im Umfeld militanter Tierschützer», wie sie mitteilt. Auf derselben Internet-Seite wird auch auf einen Farbanschlag berichtet auf das neue Restaurant von Gregory Knie. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt den Vorfall auf Anfrage. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, heisst es weiter.

(mgm)

Erstellt: 13.03.2018, 13:04 Uhr

Die Taten erreigneten sich in unmittelbarer Nähe zur Mörsburg am Eschberg.

Zeugenaufruf

Personen, die Angaben zum geschilderten Fall machen können, sind gebeten, sich mit der Stadtpolizei Winterthur in Verbindung zu setzen.

Telefon: 052 267 51 52,

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