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Tourismusbüro ist auch ein Lädeli

Die neue Standortförderung House of Winterthur hat seit Dienstag ihren Hauptsitz an der Technikumstrasse. Das Tourismusbüro als Anlaufstelle bleibt am Hauptbahnhof, wurde aber etwas aufgepeppt.

«Wir waren fast zwei Jahre am Planen, jetzt kann es endlich losgehen», sagte Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) anlässlich der Eröffnung des House of Winterthur. Er ist Präsident des Vereins, der aus der Fusion von Standortförderung und Winterthur Tourismus hervorgegangen ist. Der Sitz der Organisation befindet sich neu an der Technikumstrasse 83 im alten Tagblatt-Gebäude. Vor vielen Jahren war dort eine Tageszeitung produziert worden, später nutzte es die Stadtverwaltung. Heute ist das House of Winterthur ein Grossraumbüro, ein Sitzungszimmer und ein Veranstaltungsraum. Alles ist hell und schlicht gehalten. «Das Ziel war, dass sich die Mitarbeitenden hier wohlfühlen. Und wir habenversucht, den Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft zu spannen», erklärt Jan Wäckerli, der für den Umbau zuständige Architekt. Installationen erzählen zudem kurze Geschichten rund um Winterthur.

Lokale Produkte zu kaufen

Nicht nur der Hauptsitz wurde neu gestaltet, auch die Gästeberatung im Bahnhofgebäude sieht heute anders aus und erinnert fast mehr an eine Gschänklädeli als an einen Tourismusschalter. Auf den Gestellen stehen Produkte aus der Region zum Verkauf, Weine, Kosmetika, Süssigkeiten, aber auch Souvenirs und Bücher über Winterthur. «Wir haben den Verkaufsbereich massiv ausgebaut und möchten damit sowohl Touristen als auch Einheimische ansprechen», sagt Markus Gilgen, der neue Tourismusleiter im House of Winterthur. Der Schalter als Anlaufstelle für Fragen rund um Winterthur, für Tickets und Prospekte bleibt bestehen.

Zum House of Winterthur gehören die Gästeberatung am Bahnhof...
Zum House of Winterthur gehören die Gästeberatung am Bahnhof...
Madeleine Schoder
und Büros sowie weitere Räume am Hauptsitz.
und Büros sowie weitere Räume am Hauptsitz.
Madeleine Schoder
Geschäftsführer Michael Domeisen und Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) eröffnen das House of Winterthur.
Geschäftsführer Michael Domeisen und Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) eröffnen das House of Winterthur.
Madeleine Schoder
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Bevor das House of Winterthur seine Pläne realisieren konnte, brauchte es eine Extrarunde. Der Gemeinderat hatte die Fusionsvorlage zuerst zurückgewiesen und verlangte mehr Mitsprache. Erst im zweiten Anlauf sprach er sich dafür aus, wie später das Volk. «Wir konnten erst nach der Abstimmung im Mai richtig loslegen», sagt Direktor Michael Domeisen und betont, das Tagesgeschäft habe weiterlaufen müssen, während alles für den Umzug vorbereitet wurde. Der Zusammenzug von Winterthur Tourismus und Standortförderung hat auch Folgen für die Mitarbeitenden. «Die Arbeit ist zwar ähnlich, doch ich bearbeite heute ein viel grösseres Feld, weil wir deutlich mehr Anspruchsgruppen haben», sagt zum Beispiel Lucius Graf, der für die Wirtschaftsförderung zuständig ist.

Der Verein House of Winterthur zählt 482 Mitglieder: Gemeinden, der Kanton, kulturelle und wirtschaftliche Organisationen sowie viele Privatfirmen. Die Stadt Winterthur zahlt ans House of Winterthur jährlich eine knappe Million Franken. Das Ziel für 2018 ist laut Direktor Domeisen, weitere Mitglieder zu gewinnen. «Vor allem in der Hotellerie und bei den Gemeinden gibt es Potenzial.»

Die im Vorfeld oft gehörte Frage, wer denn mehr Einfluss habe im neuen Haus, ob Wirtschaft oder Tourismus, beantwortet Michael Künzle so: «Ein Team kümmert sich um beides, alles wird aus einem Guss kommen.»

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