Altstadt

Trivisano expandiert mit Delikatess-Lachsbar

Lachs statt Chicken: Die Stadt erhält ein weiteres Delikatessenrestaurant. «Es ist ein Klischee, dass Lachs immer teuer ist», versichert der Geschäftsführer.

Schmales Restaurant im «nordischen Stil»: Visualisierung der geplanten Inneneinrichtung an der Metzggasse.

Schmales Restaurant im «nordischen Stil»: Visualisierung der geplanten Inneneinrichtung an der Metzggasse. Bild: zvg

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Zwei Betriebe in der Altstadt tragen bereits den Namen der Unternehmerfamilie Trivisano: Die Markthalle Trivisano an der Marktgasse und die Locanda Trivisano an der Stadthausstrasse. Nun kommt mit Frisk Fisk Trivisano (norwegisch für «frischer Fisch») bald ein drittes Geschäft hinzu, ebenfalls im gehobenen Delikatess-Bereich, geführt wie auch die Markthalle vom 30-jährigen Matteo Trivisano, dem Sohn von Donato und Ursula Trivisano-Mundwiler.Es begann in einem Delikatessengeschäft in Oslo. Hier kam der studierte Betriebswirtschafter Matteo Trivisano vor fünf Jahren auf die Idee, ein Lachsrestaurant in Winterthur zu eröffnen. «Ich liebe alles, was mit Fisch zu tun hat», sagt der passionierte Fischer. Mittlerweile hat der Jungunternehmer auch die geeignete Liegenschaft gefunden: Das Kleider­geschäft Suits of Panama, das im November ausbrannte, wird zum Restaurant umgebaut, wie einem kürzlich publizierten Baugesuch zu entnehmen ist; früher befand sich im Haus an der Metzggasse 3 Krebs’ kleine Markthalle, die später an die Marktgasse verschoben wurde.

Beliefert von einem oder zwei norwegischen Lieferanten, soll im «Frisk Fisk» warm- sowie kaltgeräuchterter Zuchtlachs, teilweise auch Wildlachs, serviert werden. «Die Holzmischung respektive deren Rauch macht den Unterschied», sagt Trivisano. Verfeinert werden soll der zum Beispiel auf einer Holzplatte mit Brot und Wein servierte Lachs noch mit Cognac, Blaubeeren, Randen oder Mandeln.

Norwegischer Fjordlachs, ­wöchentlich geliefert

Das klingt recht exklusiv in einer Stadt, in der kürzlich zwei Chickeria-Filialen in Gehweite er­öffnet wurden. Er wolle die ­Migros-Schnellimbisskette nicht schlechtmachen, meint Trivi­sano. Verglichen mit einem Betrieb im Franchisingsystem habe er natürlich mehr Freiheiten bei der Auswahl der Speisen und bei der Einrichtung des Geschäfts. Dieses will er für etwa 50 000 bis 70 000 Franken «im nordischen Stil» ausbauen, also im einfachen Rohbaustil mit viel Holz sowie Marmor und Messingelementen. Im schmalen Innenraum des Lokals sind 33 Sitzplätze geplant, dahinter eine kalte Küche mit Kühlraum. Mindestens eine Lieferung norwegischen Fjordlachses soll wöchentlich eingehen - frischen Fjordlaches. «Wir werden niemals tiefgefrieren», erwidert Trivisano hastig auf eine entsprechende Bemerkung des Journalisten. Der Kunde allerdings könne zu Hause Lachs einfrieren, wenn er nicht alles aufs Mal essen wolle. Vorgesehen ist auch eine Verkaufstheke, hinter der der Lachs zum Mitnehmen vakuumiert wird.

Seine Lachsbar werde keine hippe Location nur für Besserverdiener sein, betont Trivisano, sondern ein umkompliziertes Restaurant für jeden. Die Speisekarte solle auf einer Seite Platz haben, getreu dem Familienmotto: «wenig, aber gut». Die Preise seien noch nicht genau festgelegt, sagt der Unternehmer; als Bandbreite gibt er bei den Lachsplatten 18 bis 28 Franken pro Person an.

«Lachs das ganze Jahr statt nur aufs Canapé zu Neujahr»

«Lachs ist nicht unbedingt teuer», kommentiert Trivisano, das sei ein Klischee. Er wolle die Menschen überzeugen, dass der Fisch nicht nur zu Neujahr aufs Brötchen gelegt werden kann: «Lachs ist edel, aber auch ein Handwerksprodukt so wie Olivenöl. Man kann diesen Fisch das ganze Jahr geniessen.» Am Erfolg seines Barkonzepts zweifelt Trivisano nicht. Schliesslich sei Lachs auch diejenige Fischsorte, «die selbst ­Leute gern haben, die sonst Fisch nicht so mögen».

Die Eröffnung der Lachsbar ist bereits für den Dezember geplant. Mittags sollen auch Salate verkauft werden, morgens Kaffee und Croissants. Der aus Nor­wegen gelieferte Fisch wird künftig auch in der Markthalle abgesetzt, und auch bei einigen anderen Produkten will man auf dieselben Lieferanten zurück­greifen.

Erstellt: 20.09.2017, 16:24 Uhr

Matteo Trivisano, Wirt. (Bild: gu)

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