Winterthur

Und noch mehr Bauarbeiten auf der A1

In diesen Tagen beginnt das Astra mit Ausbauarbeiten am Autobahnabschnitt zwischen Ohringen und Oberwinterthur. Ziel ist es, den Verkehr auf dem belasteten Teilstück zu verflüssigen. Zuerst aber ist auf der A1 mit noch mehr Behinderungen zu rechnen.

Der Verkehr auf der A1 ist notorisch dicht. Bauliche Massnahmen um Winterthur sollen nun das Einspuren erleichtern.

Der Verkehr auf der A1 ist notorisch dicht. Bauliche Massnahmen um Winterthur sollen nun das Einspuren erleichtern. Bild: Urs Jaudas

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Kurz nach Mittag ging fast nichts mehr am Sonntag auf der A1 Richtung Zürich. Der Verkehr staute sich ab Wangen-Brüttisellen kilometerlang zurück. Der Zeitverlust betrug gegen 90 Minuten. Wo sonst drei Spuren nach Zürich und auf den Nordring führen, war nur noch eine offen - zu wenig für den dichten Sonntagsverkehr.

Ursache für den Stau waren Verzögerungen beim Abbruch einer Überführung zwischen Wangen und Brüttisellen, wie das Astra erläutert. Die Arbeiten hatten hauptsächlich in der Nacht auf Sonntag stattgefunden. Schon dabei kam es zu Planabweichungen. So musste die A1 nach Mitternacht für 20 Minuten gesperrt werden, nachdem sich ein Teil der Brücke beim Abbruch gefährlich verschoben hatte. Der Plan, alle Spuren am Sonntag um 12 Uhr wieder zu öffnen, konnte nicht eingehalten werden. Stattdessen gingen die weiteren Spuren erst am Nachmittag sukzessive auf, mit den beschriebenen Folgen.

Punktuelle Eingriffe

Der Stau vom Wochenende verdeutlicht, wie fragil der Verkehrsfluss zwischen Winterthur und Zürich inklusive den Umfahrungen ist, selbst am Wochenende und in den Randzeiten. Das Astra zählte für den Abschnitt zuletzt über 350 Stautage pro Jahr.

Auch um Winterthur stockt der Verkehr auf der A1 fast täglich. Hier will das Astra nun einzelne Störfaktoren beseitigen. So sollen die Anschlüsse in Ohrringen und Oberwinterthur umgestaltet werden. Ziel ist es, den regelmässigen Rückstau auf die A1 los zu werden. Als weitere Massnahmen werden an der Einfahrt auf die A1 in Oberwinterthur Richtung Zürich und bei der Raststätte Forrenberg Richtung St. Gallen die Einspurstrecken verlängert. «Das erhöht die Sicherheit, verhindert Bremsmanöver und stabilisiert den Verkehrsfluss», sagt Astra-Sprecher Stefan Hauser.

Zum Projekt gehört auch, dass bestehende Ausstellbuchten verbreitert und zusätzliche gebaut werden. Zudem werden 19 neue Signalportale installiert. Dank der modernen Anzeigen wird es möglich, Geschwindigkeitsvorgaben zentral gesteuert anzupassen oder Warnungen anzuzeigen.

Die Haltebuchten wie auch die Signalportale sind auch von Bedeutung, wenn die für die Umfahrung Winterthur seit Jahren diskutierte Standstreifenbewirtschaftung umgesetzt wird. Obschon dafür mit den Bauarbeiten vorgespurt wird, ist weiter offen, wann diese Neuerung tatsächlich kommt. «Die Abklärungen laufen, sie sind Bestandteil des Genehmigungsprozesses beim Uvek», sagt Hauser.

Der Umbau in Ohringen beginnt am nächsten Montag und soll bis im Juli fertig sein, die Arbeiten in Oberwinterthur dauern bis Ende November. Alle Beteiligten bemühten sich laut Astra, die Auswirkungen für Verkehr so gering wie möglich zu halten. An der A1 reihen sich derweil die Baustellen aneinander: Wer an Winterthur vorbei ist trifft ab Effretikon auf Instandsetzungsarbeiten, dann auf den Ausbau der Nordumfahrung. Und wer stattdessem links Richtung Zürich abbiegt, landet mitten in der Baustelle für die Einhausung Schwamendingen.

Erstellt: 11.03.2019, 16:46 Uhr

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