Strafbefehl

Unverbesserlicher Triebtäter onanierte im Zug

Ein mehrfach vorbestrafter Exhibitioinist wurde wieder einmal rückfällig. Ins Gefängnis muss er trotzdem nicht.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Exhibitionisten bereits vor sechs Jahren.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Exhibitionisten bereits vor sechs Jahren.

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Der heute 45-jährige Exhibitionist ist einschlägig vorbestraft: Er erhielt bereits Geldstrafen im Kanton Thurgau, 2013 wurde er gar vom Bezirksgericht Zürich wegen sexueller Handlungen mit Kindern und Exhibitionismus verurteilt.

«I am so sorry», sagte der in den USA geborene und aufgewachsene Schweizer damals vor Gericht, wie die NZZ berichtete. Wie erst jetzt bekannt wird, belästigte der Triebtäter nur wenige Monate später zwei weitere Frauen.

Im Mai 2014 entblösste der Mann in der S-Bahn von Winterthur nach Stein am Rhein sein Glied und onanierte vor einer Frau. Gleich ging er neun Tage später in einem anderen Zug in der Region vor. Dies geht aus einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hervor, der Ende Juni rechtskräftig wurde.

Sein jüngstes Opfer war erst zehn Jahre alt

Zu seinen schwereren Vorstrafen zählt, dass er im Frühling 2012 an diversen Orten der Stadt Zürich vor zum Teil sehr jungen Mädchen onanierte. Die jüngsten Opfer waren zehn und elf Jahre alt.

Für seine Sexualdelikte, die er in Parks, im Tram und vor Schulhäusern beging, erhielt er eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten und eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Franken – allerdings beides nur bedingt, was die Einzelrichterin unter anderem damit begründete, dass sich der Mann zum Zeitpunkt bereits freiwillig therapieren liess und triebhemmende Medikamente sowie Antidepressiva zu sich nahm. Die Richterin sprach von einer letzten Chance.

Indem er in der S-Bahn wieder vor Frauen onanierte, machte sich der Exhibitionist noch während der Probezeit erneut straffällig. Trotzdem verzichtet die Staatsanwaltschaft auf den Widerruf des Zürcher Urteils. Seit den letztbekannten Verfehlungen seien nun rund fünf Jahre vergangen, lautet die schriftliche Begründung.

Im Sinne einer voraussichtlich letzten Chance sei – noch einmal – davon auszugehen, dass sich der Mann künftig korrekt verhalten werde. Der Mann kassiert eine Geldstrafe in Höhe von 75 Tagessätzen à 90 Franken (6750 Franken). Die dreijährige Probezeit wurde um sechs Monate verlängert und neu angesetzt.

Erstellt: 17.07.2019, 17:07 Uhr

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