Winterthur

Viel Grundwasser trotz Trockenheit

Die Hitze und die Trockenheit können dem Töss-Grundwasserstrom nichts anhaben. Winterthur droht kein Wassermangel, Stadtwerk liefert sogar nach auswärts.

Es sprudelt weiter: Kühles Nass aus dem Töss-Grundwasser.

Es sprudelt weiter: Kühles Nass aus dem Töss-Grundwasser. Bild: Heinz Diener

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97 Prozent des Trinkwassers gewinnt Stadtwerk Winterthur aus dem Töss-Grundwasserstrom. Dieses Wasser ist 11 Grad kühl und kalkig, sehr sauber und in grossen Mengen verfügbar. Selbst jetzt in Zeiten, in denen andernorts ein Wasser-Entnahmeverbot aus Flüssen und Seen verfügt wird.

«Genügend Wasser in Winterthur trotz Trockenheit», meldete Stadtwerk heute und erklärt, weshalb das so ist: «Die Mächtigkeit des Grundwasserstroms der Töss nimmt selbst in aussergewöhnlichen Hitzejahren nur geringfügig ab.» Mächtigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang die Dicke der Kiesschicht, in der das Grundwasser fliesst.

«Die Mächtigkeit des Grundwasserstroms der Töss nimmt auch in Hitzejahren nur geringfügig ab.»

Nach unten kann es auf der Molasse nicht wegsickern. 15 Meter im Mittel misst im Normalfall diese Wasserschicht; im Hitzesommer 2003 war sie laut Urs Buchs nur rund einen halben Meter weniger fett. Buchs weiss (fast) alles über das Thema, er ist der Bereichsleiter Technik für Wasser und Gas bei Stadtwerk.

40 Gemeinden erhalten Wasser aus Winterthur

Winterthur hat also genug Wasser – und lässt andere Gemeinden an diesem Reichtum teilhaben. Zuerst einmal die Nachbargemeinden und dann auch die Gruppenwasserversorgung Vororte und Glatttal (GVG), die via Pumpwerk in Kempttal beliefert wird. Insgesamt beziehen gegen 40 Gemeinden Wasser aus Winterthur.

Auch Landwirte in Winterthur zapfen bei so trockenem Wetter gerne Wasser von Stadtwerk ab, um etwa Obstbäume oder Gemüsekulturen zu bewässern. Sie tun das ab Hydrant, wozu sie bei Stadtwerk einen Zähler beziehen. Der Kubikpreis ist derselbe wie für Haushalte, doch müssen die Bauern keine Abwassergebühren zahlen, fahren also Einiges günstiger. Etwa ein Dutzend Landwirte seien das jeweils, so Buchs.

Die Wasserbezugsmenge steigt immer an, wenn es so heiss ist wie jetzt: Rund ein Viertel mehr wird verbraucht, doch mit Beginn der Ferienzeit geht das jeweils wieder ein Stück weit zurück.

(mgm)

Erstellt: 20.07.2018, 16:15 Uhr

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