Schultherapie

Vier kleine Turnhallen unter einem Dach

Am Donnerstagabend wurde das neue Schultherapie-Zentrum an der Meisenstrasse 3 offiziell eröffnet. Das Zentrum soll unter anderem einen besseren Austausch zwischen den Therapeutinnen ermöglichen.

Viel Platz und Möglichkeiten, sich zu bewegen bieten die neuen Räume im Schultherapiezentrum.

Viel Platz und Möglichkeiten, sich zu bewegen bieten die neuen Räume im Schultherapiezentrum. Bild: Marc Dahinden

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Rund 2000 Schulkinder pro Jahr erhalten unterstützend eine Therapie, sei es Logopädie, Psychomotorik, schulisch indizierte Psychotherapie oder Audiopädagogik. Die meisten dieser Kinder besuchen den Kindergarten oder die Primarstufe und nutzen die Angebote in der Regel etwa eineinhalb Jahre.

Bislang gab es in der Stadt vier Orte, an denen Psychomotorik-Therapien stattfinden konnten, und zwar an der Meisenstrasse, in den Schulhäusern Geiselweid und Neuhegi und an der Bachtelstrasse. Weil die Schule an der Bachtelstrasse aber zusätzliche Räume brauchte, musste die Stadt auf den dortigen Standort verzichten. Ersatz wurde an der Meisenstrasse 3 geschaffen, in Räumen, die der Stadt gehören. Statt einem Therapieraum wie bisher gibt es nun neu vier Räume an diesem Standort. Der Umzug wurde auch gleich dazu genutzt, diese aufzufrischen. Sie sind mit viel Farbe ausgestattet und gleichen kleinen Turnhallen. Hier findet man nicht nur Matten und Bälle, sondern auch Klettergeräte und Ruhekissen.

Ängstliche Kinder sollen sich öffnen

«Wir freuen uns sehr über das neue Therapiezentrum», sagt Marianne Weber, welche die Psychomotorik-Therapie koordiniert. Es sei wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen könnten. «Wir wollen einen Schonraum bieten, damit ängstliche oder blockierte Kinder sich öffnen können.» Im neuen Therapiezentrum haben sich zudem Logopädinnen für spezialisierte, Stadt übergreifende Angebote eingerichtet. Die Nähe sei enorm wertvoll, sagt Weber. «So können wir uns regelmässig austauschen.»

Wo ein Kind zur Psychomotorik-Therapie geht, hängt einerseits von der Verfügbarkeit der Therapeutinnen und andererseits vom Wohnort des Kindes ab. Wer in Oberwinterthur oder Hegi wohne, werde eher in Neuhegi eingeteilt, sagt Weber. Dass der Standort Meisenstrasse so zentral liegt, sieht sie als grossen Vorteil: «So können Kinder von überall in der Stadt problemlos mit dem öffentlichen Verkehr herkommen.» (Landbote)

Erstellt: 25.03.2019, 13:15 Uhr

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