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Vom Wäschekochen und Chabisstampfen

In den 1920er-Jahren war alles viel komplizierter, insbesondere das Haushalten: Waschen und Glätten war«eine Affäre». Doch auch an das «Sonntagsschul-Negerli»und die Suurchruuti des Vaters erinnert sich Charlotte Hug gut.

Bis 1937 lernten viele Winterthurerinnen Hauswirtschaften in der Kochschule an der Trollstrasse 34a.
Bis 1937 lernten viele Winterthurerinnen Hauswirtschaften in der Kochschule an der Trollstrasse 34a.
Winbib
In der ehemaligen Zementwarenfabrik an der Freiestrasse betrieb Charlotte Hugs Vater eine  «Suur­chruuti».
In der ehemaligen Zementwarenfabrik an der Freiestrasse betrieb Charlotte Hugs Vater eine «Suur­chruuti».
Winbib
Charlotte Hug und ihre Schwester Verena.
Charlotte Hug und ihre Schwester Verena.
zvg
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Die Aufgabenteilung war bei der Familie Hug klar: Der Vater ging arbeiten, die Mutter war zu Hause, kümmerte sich um die Kinder und kochte. Anders als heute ging ihr bei den Haushaltarbeiten allerdings ein Dienstmädchen zur Hand: «Das hatten die meisten bürgerlichen Familien», erzählt Charlotte Hug. «Oft kamen diese Meitli aus dem Weinland, etwa aus Uhwiesen oder Marthalen, später auch aus Deutschland – und meistens hiessen sie Bertha oder Elisa.» An eine von ihnen, die jedoch nur sehr kurz im Hause war, mag sie sich besonders gut erinnern: «Es war eine Österreicherin namens Anni. Schon an einem der ersten Abende strich sie in einem auffälligen, grasgrünen Mantel am Obertor herum, wohl in der Hoffnung, so Männer aufzugabeln», erzählt sie. «Das Arbeitsverhältnis wurde dann umgehend aufgelöst.»

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