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Von Pirat bis Giraffe: Hauptsache, Konfetti

Anstelle von Schnee flogen gestern Nachmittag Konfettiflocken. Die Kinderfasnacht verwandelte die Stadt in ein buntes Chaos.

Piraten, Prinzessinnen, Astronauten, Roboter und viele mehr zogen am Montag am Kinderumzug durch die Winterthurer Altstadt.
Piraten, Prinzessinnen, Astronauten, Roboter und viele mehr zogen am Montag am Kinderumzug durch die Winterthurer Altstadt.
Johanna Bossart
Piraten, Prinzessinnen, Astronauten, Roboter und viele mehr zogen am Montag am Kinderumzug durch die Winterthurer Altstadt.
Piraten, Prinzessinnen, Astronauten, Roboter und viele mehr zogen am Montag am Kinderumzug durch die Winterthurer Altstadt.
Johanna Bossart
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Was haben Jasskarten, der Tod und eine Giraffe gemeinsam? Alle drei schafften es an der Siegerehrung der besten Fasnachtskostüme auf das Podest. Der Hals samt Giraffenkopf ragte im Festzelt zwar knapp bis unter die Decke, die Freude der Siegerin schien dies aber nicht zu trüben.

Räuberische Polizisten

Um zwei Uhr nachmittags, pünktlich zum Startschuss des Kinderfasnachtumzugs, fallen keine Schneeflocken mehr vom Himmel, dafür umso mehr Konfetti. Die Kälte scheint die Stimmung nicht zu trüben. Ein grüner Drache und ein furchterregender Tiger liefern sich gerade hingebungsvoll eine Konfettischlacht. Der Vater eines Kindes, beide als Polizisten verkleidet, nutzt die Gunst der Stunde und greift fast unbemerkt in den Konfettisack der spielenden Kinder.

«Für die Kinder ist das Verkleiden immer ein Spass»

Seine Rolle als Ordnungshüter scheint er nicht besonders ernst zu nehmen. Ein Rudel, bestehend aus vier kleineren und einem grossen Wolf, verfolgt aufmerksam den Fasnachtsumzug. «Wir haben es dieses Jahr nochmals mit einem Gruppenkostüm versuchen wollen», sagt Beat Wydenkeller, der Leitwolf des Rudels. Im vergangenen Jahr seien sie als Lego-Männchen verkleidet gewesen. «Das sah nicht so toll aus», sagt er lachend.

Während alle Kinder ihre Kostüme voller Stolz tragen, merkt man anhand der Kostümwahl schnell, welche Eltern selber begeisterte Fasnachtsgänger sind und welche wohl eher nicht.

Astronautenkostüm gewinnt

Neu am diesjährigen Kinderfasnachtsumzug ist der Preis für das beste Partnerkostüm. Der Vorteil daran sei, dass nun etwa Geschwister, die vorher in verschiedenen Alterskategorien eingeteilt waren, gemeinsam am Umzug mitlaufen können, sagt der Organisator der Kinderfasnacht ­Peter Moll, von vielen nur Papa Moll genannt. «Insgesamt haben sich um die zehn Paare angemeldet.»

Eine Prinzessin hat ihr bestes Pferd vor die Kutsche gespannt, ein Pirat mit imposantem Schiff wird von einem ­kleinen blauen Wassertropfen umschwirrt und ein Astronauten-Duo hebt ab. Und landet auf dem ersten Platz.

Der zehnjährige Linus und sein vier Jahre jüngerer Bruder Valentin haben ihre Sieger­kostüme gemeinsam mit ihren Eltern selber gebastelt. Corinne Hertli, die Mutter der beiden, erzählt, sie hätten etwa zehn Stunden mit Basteln verbracht. Die Folie für das Visier, die PET-Flaschen für die Sauerstoffflaschen, die grauen Trainerhosen – auch für ein Gewinnerkostüm braucht es nicht viel Geld, sondern vor allem Kreativität.

Selber seien die Eltern eigentlich keine grossen Fasnachtsfans. Doch: «Für die Kinder ist das Verkleiden immer ein Spass, deshalb gingen wir auch schon als Fliegenpilzfamilie an den Kinderfasnachtsumzug.»

Am Ende des Umzugs erhalten alle Teilnehmer einen Zvieri. «Wir haben insgesamt rund 1200 Schokoladenbrötchen verteilt», sagt Papa Moll und sieht zufrieden aus.

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