Winterthur

Warnung für Autos, Spass für Kids

Die Stadtpolizei verfügt über ein Messgerät, das Automobilisten anzeigt, ob sie zu schnell unterwegs sind. Freude daran haben nicht zuletzt die Kinder.

Die Geschwindigkeitsmesstafel «Speedy» der Stadtpolizei soll (wie hier auf der Talackerstrasse) Autofahrer disziplinieren. Für Jugendliche und Kinder aber ist sie ein Ansport, mit Velos und Skateboards Rekorden nachzujagen. Die Stadtpolizei hat die Tafel deshalb auch schon frühzeit wieder abgebaut.

Die Geschwindigkeitsmesstafel «Speedy» der Stadtpolizei soll (wie hier auf der Talackerstrasse) Autofahrer disziplinieren. Für Jugendliche und Kinder aber ist sie ein Ansport, mit Velos und Skateboards Rekorden nachzujagen. Die Stadtpolizei hat die Tafel deshalb auch schon frühzeit wieder abgebaut. Bild: Madeleine Schoder

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Erscheint ein lachendes Gesicht, ist alles im grünen Bereich, ein Lätsch dagegen bedeutet, dass der Automobilist zu schnell unterwegs ist. Die Stadtpolizei setzt die Tafel mit Geschwindigkeitsanzeige namens «Speedy» ein, wenn sie aus der Bevölkerung, von der Quartierpolizei oder den Verkehrsinstruktoren Meldungen über häufige Geschwindigkeitsübertretungen erhält.

«So wollen wir die Meldungen überprüfen», sagt Bianca Liechti, Sprecherin der Stadtpolizei. Die Geräte sind jedoch nicht geeicht und dürfen darum nicht für offizielle Geschwindigkeitsmessungen mit Bussenfolge verwendet werden. Seit einigen Tagen steht der Speedy auf Wunsch besorgter Eltern in der Tempo-30-Zone an der Talackerstrasse auf der Höhe Talwiesenstrasse. «Hier verkehren häufig Lastwagen oder Fahrzeuge, die noch schnell die Geleise überqueren wollen, wenn sich die Barriere bald schliesst», sagt eine Quartierbewohnerin und Mutter.

«Die Kinder versuchen der Anzeigetafel bestimmte Smiles zu entlocken.» 

Anwohnerin

Was die Messungen bisher ergeben haben, ist nicht bekannt. Aber es hat sich gezeigt, dass der Speedy bald zu einer Attraktion im Quartier wurde. «Die Kinder versuchen mit Trottis, Rollerblades oder Velos der Anzeigetafel bestimmte Smileys zu entlocken», erzählt die Mutter. «Wir verlangten aber von den Kindern, dass immer jemand bei der Querstrasse schaut, ob keine Autos kommen.»

Liechti bestätigt, dass Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene die Tafeln als Herausforderung sehen. «Es werden Skateboards, Kickboards oder Skates für die Speedmessungen eingesetzt.» Man habe deshalb die Tafeln auch schon frühzeitig wieder wegräumen müssen.

An der Talackerstrasse dachte die Polizei zu Beginn ebenfalls darüber nach, die Tafel wieder zu entfernen, weil man wegen der durchgeführten Geschwindigkeitswettkämpfe Unfälle befürchtete. Die Tafel steht aber im Moment noch dort. «Inzwischen hat das Interesse der Kinder an den Messungen etwas nachgelassen», sagt die Anwohnerin. Gemäss Liechti wechselt der Speedy ohnehin regelmässig seinen Standort, nur schon, weil man alle 10 Tage den Akku wieder laden muss.

(Der Landbote)

Erstellt: 19.04.2017, 14:31 Uhr

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