Winterthur

Weihnächtlicher Geldsegen fürs Bruderhaus

Die Stadt und die Haldimann-Stiftung sind sich einig geworden. Eine Scheune wird zum Schulungslokal umgebaut, zusätzlich unterstützt die potente Stiftung den ­Wildpark finanziell.

Die Scheune neben dem Restaurant Bruderhaus wird zum Schulungslokal umgebaut.

Die Scheune neben dem Restaurant Bruderhaus wird zum Schulungslokal umgebaut. Bild: Marc Dahinden / Archiv

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Ein Kompetenzzentrum für Tierschutz soll auf dem Gelände des Wildparks Bruderhaus entstehen. Diese Absicht hatte die Stadt schon vor zwei Jahren bekannt gemacht. Finanzieren und betreiben will es die Haldimann-Stiftung aus Aarau. Sie verfügt aus dem Nachlass eines Papierfabrikanten über ein Stiftungsvermögen in Millionenhöhe, das dem Tierschutz zugutekommen soll.

Umbau statt Neubau

Jetzt haben Stadtrat und Stiftung sich auf die Vertragsdetails geeinigt. Die Stadt gibt der Stiftung das alte Ökonomiegebäude im Baurecht ab. Es besteht aus zwei zusammengebauten Scheunen. Die grössere davon wird saniert und ausgebaut. Im Obergeschoss entstehen Schulungsräume für bis zu 50 Personen.

Das Erdgeschoss wird weiterhin hauptsächlich vom Wildpark benutzt als Werkstätte und Lager. Die Stadt mietet es von der Stiftung. Bis es so weit ist, dauert es aber noch. In einem Jahr soll das Baugesuch bereit sein.

«Das entlastet die Stadt und bringt den Wildpark weiter.»Stefan Fritschi, 
Stadtrat (FDP)

Das Zentrum, Kompanima ­genannt, bietet Kurse und Aus­bildungen für Menschen an, die privat oder beruflich Tiere halten oder auf andere Weise mit Fragen des Tierschutzes konfrontiert sind. Kompanima-Geschäfts­leiter Bernhard Trachsel nennt einige Beispiele: «Das können Tierheimleiter sein oder Betreiber von Vogel-, Fledermaus- und Igelstationen.

Aber auch Polizisten oder Kantonstierärzte.» Pferdehalter oder Aquarienfreunde sind mögliche Zielgruppen. Und auch für Lehrpersonen und Medien­schaffende soll es Weiter­bildungsangebote zu Tierschutzthemen geben. Zu reden gab eine besondere Anspruchsgruppe: die Jäger (siehe Kasten).

Neue Stiftung für den Park

Um die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stiftung noch zu vertiefen, wird die neue Stiftung Bruderhaus gegründet, in der beide Seiten zu gleichen Teilen vertreten sind. Die Haldimann-Stiftung gibt eine halbe Million Gründungskapital und verpflichtet sich zu Zahlungen von jährlich mindestens 100 000 Franken.

Das Geld soll der artgerechten Haltung im Wildpark zugutekommen, etwa für Verbesserungen an den Gehegen oder zusätzlichen Personalaufwand. Bereits heute finanziert die Haldimann-Stiftung eine halbe Tierpflegerstelle. Das freut die Stadt, die gemäss Sparprogramm Effort 14+ beim Wildpark jährlich 230 000 Franken einsparen muss.

«Es ist eine wahrhaft glückliche Zusammenarbeit», findet Stadtrat Stefan Fritschi (FDP). «Sie entlastet die Stadt finanziell, aber sie bringt auch den Tierpark und den Naturschutz weiter.»

(Der Landbote)

Erstellt: 08.12.2017, 16:11 Uhr

Ausbildungsverein für Jungjäger kommt

Bei der Vergabe der Jagdpacht fürs Revier Eschenberg erhielt im Februar nicht die bisherige Jagdgesellschaft den Zuschlag, sondern eine Gruppe, die den Eschenberg als Ausbildungs­revier für Jungjäger nutzen soll.

Dieses Ziel befürwortet der Verein Jagd Zürich, aber auch der Regierungsrat und die Jagdverwaltung. Einige Ausbildungsblöcke sollen in Räumlichkeiten des neuen Tierschutzzentrums stattfinden. Die Vergabe erfolgte allerdings nicht ohne Misstöne. Einer der früheren Pächter, Werner Blaser, legte beim Bezirksrat Rekurs gegen den Entscheid der Stadt ein.

Er witterte ein abgekartetes Spiel: «Schon vor der Vergabe war klar, wer den Zuschlag erhalten würde.» Der Bezirksrat wies seinen Rekurs allerdings ab. Blaser verzichtet auf einen Weiterzug. Damit sind am Eschenberg seit kurzem die neuen Pächter – und ihre Lehrlinge – für die Jagd zuständig.

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