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Wenger wird doch noch Gemeinderätin

Nina Wenger schaffte im März vermeintlich den Sprung in den Gemeinderat. Doch beim Nachzählen verlor sie den Sitz, über den sie sich gefreut hatte. Nun kommt sie dennoch ins Parlament.

Bald im Rat: Nina Wenger (20).
Bald im Rat: Nina Wenger (20).
PD

Sie wäre mit 19 Jahren die jüngste Gemeinderätin im 60-köpfigen Stadtparlament gewesen. Doch in Wülflingen waren Stimmzettel vergessen gegangen, man musste neu zählen. Resultat: Nina Wenger war doch nicht gewählt, der Sitz ging an eine BDP-Politikerin, die daraufhin zur FDP wechselte. Nina Wenger war enttäuscht und sagte das auch. Sie plante damals ein Zwischenjahr nach Abschluss der Lehre als Fachangestellte Gesundheit und der Berufsmittelschule. Weil aus dem Gemeinderat nichts wurde, konnte sie im Sommer neu planen.

Sie entschied sich für einen Hilfseinsatz in Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos. Dort ist sie jetzt seit drei Wochen. «Ich bin hier, weil ich mir nicht vorstellen konnte, einfach nur reisen zu gehen», sagt sie, sie habe sich irgendwo nützlich machen wollen. Die aktuelle Situation in den Camps sei derzeit schlimm: «Die Menschen leben in Zelten, es regnet viel und wird immer kälter.» Manchmal fühle sie sich hilflos, aber sie mache jeden Tag auch schöne Begegnungen. Bis Mitte Januar werde sie dort bleiben.

Grosse Freude und neue Pläne

Ein Grund für die Rückkehr ist das Gemeinderatmandat, das sie nun dennoch wird antreten können. Gabriela Milicevic Decker hat, wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilte, auf Ende Januar den Rücktritt aus dem Rat erklärt. Die nächste auf der Liste der Grünen ist Nina Wenger. Sie rutscht nach und wird mit einem Jahr Verspätung nun halt als 20-Jährige jüngstes Ratsmitglied. Sie freue sich auf die Aufgabe, sagt sie. Und sie plant auch ihre berufliche Zukunft: «Wenn ich nach Hause komme, werde ich die Aufnahmeprüfung fürs Hebammenstudium machen.»

mgm

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