Winterthur

Wetterfrosch gewinnt Wettjassen

Alex Rubli gewinnt das 14. Winterthurer Jassturnier der Zürcher Kantonalbank. Sein Erfolgsgeheimnis: Er ist in einem speziellen Handballclub dabei.

Meteorologe und Gewinner Alex Rubli mit Turnierorganisator Ronald Kundert von der Zürcher Kantonalbank.

Meteorologe und Gewinner Alex Rubli mit Turnierorganisator Ronald Kundert von der Zürcher Kantonalbank. Bild: bä

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Sein Gesicht kennt man immer noch vom Fernsehen, obwohl er in den letzten Jahren seiner Karriere bei Meteo Schweiz nur noch im Hintergrund tätig war: Alex Rubli hat den diesjährigen, traditionellen VIP-Jass der Zürcher Kantonalbank im Casinotheater Winterthur gewonnen. Er hat sich in 32 Jassrunden 2827 Punkte erspielt und liegt damit haarscharf vor dem Zweitplatzierten, Walter Müller, EX-SVP-Kantonsrat aus Pfungen, mit 2824 Punkten.

Handballclub, der nicht mehr Handball spielt

Im Siegerinterview merkt man Rubli an, dass er ein Fernsehmann ist. Er bedankt sich bei Organisator Ronald Kundert von der Zürcher Kantonalbank, lobt das Kartenglück, das Können seiner Jasspartner – geschliffene Sätze, die von einem Profisportler stammen könnten. Erst bei hartnäckigem Nachfragen, kommt man doch noch hinter das Erfolgsrezept des 67-jährigen: Rubli hat erstens als einer von wenigen bei sämtlichen 14 ZKB-Turnieren mitgejasst. Zweitens ist er Präsident des Winterthurer Handballclubs STV-Artus, einer Sektion des traditionsreichen Stadtturnvereins, die allerdings «nicht mehr handballerisch aktiv» sei. Nicht mehr aktiv? Rubli erklärt: «Wir treffen uns noch wöchentlich zu polysportiven Tätigkeiten, unter anderem auch zum Jassen.» Also doch: Übung macht den Meister.

Die weiteren Fakten zum Turnier, an dem diesmal 52 Personen aus Business, Showbusiness und Sport teilgenommen haben:

  • Rang 3 belegte Remo Cozzio, Präsident des Gewerbevereins Junge Altstadt und Inhaber des gleichnamigen Geschäfts für alles, was schneidet, an der Marktgasse. Er ist der beste Nicht-Pensionierte.
  • Den vierten Platz belegt die erste Frau, Christine Stähli, Vertreterin der gleichnamigen Haustechnikfirma. Weibliche Spielerinnen waren – eine Folge des Fraunstreikjahrs 2019? – dieses Jahr deutlich zahlreicher unter den Eingeladenen, aber immer noch klar in der Minderzahl.
  • Allgemein wurden dieses Jahr eher weniger Punkte erspielt: Den Rekord der letzten Jahre hält Adrian Kienast, CEO der Optimo AG und Sieger im 2018, mit 3021 Punkten. Titelverteidiger Ruedi Dürst, Chef der Taxalis Treuhand AG, gewann 2019 mit 2920 Punkten.
  • Einziger Doppelsieger in der Truniergeschichte bleibt Thomas Kärcher von der Messtechnikfirma Kistler aus Wülflingen, er war in den Jahren 2011 und 2013 ganz oben auf dem Podest.
  • Unter den Preisen auf dem Gabentisch besonders beliebt waren die Winterthurer Wimmelbücher, die ja in kurzer Zeit vergriffen waren und die immer noch nicht nachproduziert sind.

Und wer hatte dieses Jahr die schlechtesten Karten? Am Schluss der Rangverkündigung zitterten noch Samuel Roth, Direktor des Musikkollegiums, Daniel Frei, Präsident des Dachverbands Winterthur Sport und des Albanifests, Truls Toggenburger, Chef der Firma mit den gelb-schwarzen Baumaschinen, sowie Enrico Giovanoli, stadtbekannt als ehemaliger Gesamtleiter des 750-Jahr-Jubiläums.

Regina Müller mit TV-Moderator Beni Thurnheer, einem der regelmässigen Teilnehmer der ZKB-Jassrunde.

Die allerwenigsten Punkte erzielte jedoch die parteilose Winterthurer Friedensrichterin Regina Müller, die erstmals beim ZKB-Turnier dabei war. Wie üblich überreichte ihr Turnierorgnisator Kundert ein Jassreglement des Winterthurer Jasspapsts Göpf Egg als Trostpreis. Müllers Kommentar: «Die Letzten werden die Ersten sein.» bezog sich eventuell nicht nur aufs Jassen, denn nächstes Jahr müssen die Winterthurer Friedensrichter neu gewählt werden.

Erstellt: 21.01.2020, 08:09 Uhr

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