Winterthur

Wie sieht smarte Verkehrslenkung aus?

Unter dem neuen Label will der Stadtrat eine neue Strategie verfolgen: Er will herausfinden, was mit Netzwerken, Sensoren und Apps alles verbessert werden kann. Eines von fünf Projekten betrifft die Parkiersituation im Bruderhaus.

Seit Jahren ein Thema, das Parkplatzmanagement im Bruderhaus. Vielleicht gelingt jetzt unter dem Titel Smart City der Durchbruch.

Seit Jahren ein Thema, das Parkplatzmanagement im Bruderhaus. Vielleicht gelingt jetzt unter dem Titel Smart City der Durchbruch. Bild: Marc Dahinden

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200 000 Franken hatte der Gemeinderat dem Stadtrat bewilligt unter dem Titel Smart City. Gestern legte der Stadtrat dar, wofür er dieses Geld einsetzen will. Es sind fünf Projekte, die mit 20 000 bis 50 000 Franken angeschoben werden sollen.

Sie wurden von einem neu gegründeten so genannten Innovationsteam aus acht Projektideen ausgewählt. Zum Innovationsteam gehören Vertreter der Verwaltung sowie Fachleute der ZHAW.

  • Ein relativ geringer Betrag von 23 000 Franken wird eingesetzt, um ein Parkleitsystem zu testen, das den Parksuchverkehr beim Wildpark Bruderhaus eindämmen könnte.
  • Der grösste Betrag (48 000 Franke) ist reserviert fürs Steueramt. Dort will man neue Kommunikationsmöglichkeiten für die Steuerzahlenden schaffen. Sie sollen per Chat oder Videotelefonie einem Sachbearbeiter Fragen stellen können. Dieser Online-Schalter könnte sogar noch ergänzt werden durch Co-Browsing: Wenn der Kunde das wünscht und erlaubt, könnte der Fachmann gleich auf dem Formular zeigen, wie was funktioniert; direkte Hilfe beim Ausfüllen der Steuererklärung wäre möglich.
  • 20 000 Franken stehen zur Verfügung für die Idee, das Quartierleben in Neuhegi mittels App anzukurbeln. Lokale Communities, Gruppen von Quartierbewohnern, könnten so miteinander Kurse, Treffen, Happenings oder Hütetermine koordinieren.

Eher datenbezogene Projekte

Neben diesen drei Projekten mit einem relativ klar umrissenen Ziel sind auch Ideen auf der Smart-City-Liste, die eher technisch Affine begeistern könnten.

  • Stadtwerk zum Beispiel will ein so genanntes Lora-WAN aufbauen. Ein grossflächiges Netz, das kleine Datenmengen mit sehr wenig Energie und wenigen Antennen übertragen kann. Dafür liegen 29 000 Franken bereit.
  • Und schliesslich plant man ein «Smart City Dashboard». Damit will man Daten aus allen Bereichen zusammenführen und optisch darstellen. Das können Verkehrsmessungen, Luftschadstoffe, Temperaturen oder x-was sein. Möglich sei, sagt der Programmverantwortliche Christoph Zech, dass solche nicht schützenwerten Daten später der Bevölkerung oder interessierten Start Ups zur Verfügung gestellt würden, die dann Anwendungen entwickeln. 40 000 Franken liegen für die Entwicklung dieser Idee bereit.
  • Unabhängig vom Rahmenkredit will Stadtwerk ausserdem eine Teststrecke mit intelligenten Strassenlampen versehen, die je nach Verkehrsfluss heller oder weniger hell leuchten.

Man mag von diesen Ideen halten, was man will. Zumindest wird das Schlagwort Smart City damit etwas klarer fassbar. Mit dem 200 000-Franken-Kredit sollen auch die ZHAW-Leistungen im Team abgegolten werden, ein Kommunikationskonzept wird erarbeitet und die Smart-City-Homepage aktualisiert.

2019 will der Stadtrat eine Fachstelle Smart City schaffen; bis dann ist Christoph Zech, Digital Officer bei den städtischen Informatikdiensten, Programmverantwortlicher. Er sagt, er sei froh um den Smart-City-Innovationskredit: «Man kann so Projekte in Gang setzen, die man sonst nicht angegangen wäre.»

(Der Landbote)

Erstellt: 13.07.2018, 17:44 Uhr

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