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Wie Xi Jinping Stahl zum Geburtstag gratulierte

Sein Start als Nationalratspräsident ist Jürg Stahl gut gelungen. Am KMU-Apéro plauderte er aus dem Nähkästchen, erzählte vom Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping und warb als Präsident von Swiss Olympic für Winterspiele in der Schweiz.

SVP-Nationalratspräsident Jürg Stahl hat am Montag den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Bern getroffen.
SVP-Nationalratspräsident Jürg Stahl hat am Montag den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Bern getroffen.
Keystone

Dicht an dicht standen die Apérogäste am Mittwochabend im Albani Music Club, als Christian Modl, Geschäftsführer des KMU-Verbandes Winterthur und Umgebung, den Gast des Abends willkommen hiess: Jürg Stahl, den aktuell höchsten Schweizer. Stahl erinnerte in seiner Rede daran, dass er das Handwerk der Ratsleitung schon im Jahr 2000 gelernt habe, während seines Präsidialjahres im Winterthurer Gemeinderat, damals 32-jährig. «Das Nationalratspräsidium ist zwar um einige Schuhnummern grösser, aber von den Abläufen her durchaus vergleichbar», sagte er. Seine Hauptaufgabe als Nationalratspräsident sei es, die vier Sessionen reibungslos zu leiten. «Die erste habe ich nun hinter mir, und sie ist mir, glaube ich, gut gelungen», resümierte er.

Der mächtige Gratulant

Zur Verdeutlichung, was das Amt sonst noch bereit hält, zeichnete Stahl seine Termine seit dem 6. Januar nach: Fernsehaufzeichnung für die «Arena», Drei­königsapéro in Brütten, Parlamentarierskirennen in Davos, Fasnachtseröffnung in Luzern, FIS-Skirennen in Adelboden, Auszeichnung des Fifa-Weltfussballers 2016 in Zürich, Jahresrapport der Panzerbrigade 11 in ­Winterthur, FIS-Skirennen in Wengen, CSI-Reitturnier in Basel, Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Bern.

Die Begegnung mit dem chinesischen Machthaber sei etwas speziell gewesen, weil ihm dieser am Montagvormittag als zweiter, nach seiner Frau Sabine, zum Geburtstag gratuliert habe. «Der chinesische Nachrichtendienst ist wohl besser informiert als unser eigener», sagte Stahl, dessen eigene Delegation das Wiegenfest übersehen hatte. Trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen zeigte sich Stahl als lockerer und durchaus witziger Gesprächsgast. Und als die Rede auf die 15 Monate alte Tochter Valérie kam, strahlte er über das ganze Gesicht. Als positiv und einschneidend habe er die Geburt des Töchterchens erlebt. «Wir haben das Glück, dass Valérie gesund ist und schon seit dem vierten Monat nachts durchschläft», sagte der glückliche Vater.

«Der chinesische Nachrichtendienst ist wohl besser informiert als unser eigener.»

Jürg Stahl, SVP-Nationalratspräsident

Wie er alles unter einen Hut bringe, wollte daraufhin Gastgeber Modl wissen. «Wie bei den meisten von Ihnen hat auch meine Arbeitswoche weit mehr als nur 42 Stunden», wandte sich Stahl an das Publikum, das sich vorwiegend aus Gewerblern und Unternehmern zusammensetzte. Die Arbeitslast habe aber auch Vorteile. So könne er auf die rund 1800 Einladungen, welche ihn im Präsidialjahr erwarten, mit gutem Gewissen etwa 1600 Absagen erteilen.

In persönlicher Mission

Dass seine Wahl als Präsident von Swiss Olympic zeitgleich mit der Übernahme des Nationalratspräsidiums stattfand, sei Zufall gewesen, sagte Stahl. «Ich selber habe die Agenda ja nicht gemacht.» Im Vorfeld habe er sich jedoch entschlossen, für beide Präsidien zu kandidieren, zumal er in der Vergangenheit manchmal hinten angestanden sei, wenn andere zum Zug kamen, verriet der SVP-Politiker.

Im Übrigen betrachte er es als klaren Auftrag an ihn und sein Team, die olympischen Winterspiele nach 1948 endlich wieder in die Schweiz zu holen. Wenn er das schaffe, sei er sehr dankbar, sagte er und zeigte sich zuversichtlich: «Die Schweiz ist bereit für die Winterspiele 2026.»

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