Winterthur

Wiederauferstehung der Wandzeitung

Ende Juli 2018 gab der damalige Herausgeber Guido Blumer das Ende der Wandzeitung bekannt. Nun will eine neue Trägerschaft an einem anderen Standort nochmals einen Anlauf nehmen.

Die Wandzeitung feiert bald ein Comeback.

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Es war viel Frust dabei, als Herausgeber Guido Blumer im Juli des letzten Jahres seinen Schreiberinnen und Schreibern mitteilte, die Wandzeitung werde eingestellt. «Leider haben uns sehr oft bei weitem nicht alle Texte erreicht. Deshalb ist der Aufwand so gross geworden, dass wir aufgeben», hiess es im Mail.

Die Idee der Wandzeitung war, dass täglich ein Winterthurer oder eine Winterthurerin einen Artikel verfasste, der in einem Schaukasten am Obertor ausgehängt und im Internet unter www.wandzeitung.ch publiziert wurde.

«Es wäre ein Jammer gewesen, ein so gutes Projekt einfach aufzugeben»

Das Ende kam für die Schreibenden abrupt und überraschend. Manche wünschten sich, das Projekt weiterzuführen, darunter auch André Bernard, pensionierter Lehrer und Berater. «Es wäre ein Jammer gewesen, ein so gutes Projekt einfach aufzugeben», sagt er. Nun tritt er zusammen mit dem Grafiker Hanspeter Schneider als neuer Herausgeber auf.

Anfang Februar dieses Jahres trafen sich die beiden mit interessierten Schreiberinnen und Schreibern, die ebenfalls weiter mitmachen wollten. «Das Team ist etwa halb so gross wie früher, aber rund 20 Personen sind noch dabei, darunter auch Stadträtinnen und Stadträte», so Bernard.

Neuer Standort

Einiges wird anders werden bei der Wandzeitung, angefangen beim Standort. Statt wie bisher im Obertor wird der Schaukasten an der Ecke Obergassse / Holdergasse platziert werden. Wann genau erste Beiträge erscheinen, konnte Bernard noch nicht genau sagen.

Er rechnet aber mit einem Start in den nächsten Wochen. Laut Bernard soll auch das Korsett gelockert werden: «Die Beiträge erscheinen, wenn sie da sind. Im Grundsatz soll die Wandzeitung nach wie vor täglich herauskommen, aber wenn einmal ein Tag ausfällt, ist das nicht so tragisch.» Man wolle sich keinen Stress machen.

Wie bisher erscheinen die Beiträge auch im Internet. Zuerst habe Guido Blumer die bisherige Webseite nicht zur Verfügung stellen wollen. Doch letztlich habe er eingewilligt, dass sie von den neuen Machern weiterhin genutzt werden kann.

(Der Landbote)

Erstellt: 12.03.2019, 11:43 Uhr

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