Winterthur

Winterthur schafft es noch einmal ohne Steuererhöhung ins neue Jahr

Der Gemeinderat belässt die Steuern vorerst bei 122 Prozent. Die Budgetberatung zeigte aber: So mühelos kommt Winterthur so bald nicht mehr um eine Steuererhöhung herum.

Fürs erste bleibt der Steuerfuss, wo er ist. Doch die Stadt steuert auf finanziell frostige Zeiten zu.

Fürs erste bleibt der Steuerfuss, wo er ist. Doch die Stadt steuert auf finanziell frostige Zeiten zu. Bild: Marc Dahinden

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Knapp 2 Millionen Franken Überschuss bei einem Aufwand von über 1,6 Milliarden Franken, das ist die Prognose, die nach drei Abenden Budgetdebatte übrig bleibt. Die Stadt schreibt, wenn alles nach Plan läuft, im nächsten Jahr also noch einmal eine schwarze Null, und das bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 122 Prozent.

Dass es nicht der Moment war, um an der Steuerschraube zu drehen, wurde am dritten und letzten Abend der Beratung zum breiten Konsens. Die Grünen blieben mit ihrem Antrag auf eine Erhöhung um zwei Steuerprozente entsprechend erfolglos, selbst in den Reihen der SP fanden sich kaum Unterstützer. Gleichzeitig räumte der bürgerliche Block ein, dass angesichts der Prognosen eine Steuersenkung nicht vernünftig wäre.

Wortgefechte vor dem Weihnachtsapéro

Einigkeit herrschte freilich nicht. Die Finanzaussichten gaben kurz vor dem Weihnachtsapéro des Parlaments Anlass zu Wortgefechten. Ab 2021 rechnet die Stadt mit wachsenden Defiziten in zweistelliger Millionenhöhe. Grüne und SP gehen daher ab nächstem Jahr von happigen Steuererhöhungen aus. Die FDP leitete daraus den Vorwurf ab, die Linke habe kein Rezept für die Refinanzierung der städtischen Ausgaben. Der neue Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP) versprach hingegen Massnahmen, wobei er das Wort Sparprogramm zu vermeiden wusste.

Erstellt: 16.12.2019, 22:26 Uhr

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