Aprilscherz

Winterthur wird zum Juniorpartner

Der FC Barcelona wird Partner des FC Winterthur. Die Zusammenarbeit startet bei der Infrastruktur und im Fan-Bereich.

Strahlt die «Schützi» bald noch heller? Eine Kooperation mit dem FC Barcelona, der seine Gründung dem FCW verdankt, soll interessante Neuerungen bringen, inklusiveeinem Fan-Hotel im Sulzer-Hochhaus ­– wenn denn alles klappt.

Strahlt die «Schützi» bald noch heller? Eine Kooperation mit dem FC Barcelona, der seine Gründung dem FCW verdankt, soll interessante Neuerungen bringen, inklusiveeinem Fan-Hotel im Sulzer-Hochhaus ­– wenn denn alles klappt. Bild: Archiv, Marc Dahinden

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Schon länger ist der FC Winterthur auf der Suche nach einem grossen ausländischen Club als Partner. Nun hat es endlich geklappt: Der FC Barcelona engagiert sich in Winterthur und hilft bei Infrastrukturprojekten mit. Gleichzeitig ist eine Zusammenarbeit im Fan-Bereich geplant.

Hintergrund der Kooperation ist die historische Verbundenheit Barcelonas mit Winterthur: Hans Gamper, der den FC Barcelona nicht nur gründete, sondern als aktiver Spieler zwischen 1899 und 1903 auch 120 Tore für die Katalanen schoss, war ein Winterthurer. Konkreter Auslöser war nun jedoch der kürzliche Besuch des katalanischen Politikers und FCB-Fans Carles Puigdemont auf der Schützenwiese. Dieser weilte Anfang März für diverse Vorträge in der Schweiz und besuchte bei dieser Gelegenheit den Geburtsort Gampers. «Danach hat er sich den Match gegen Lausanne angesehen und war von der guten Stimmung im Stadion begeistert», erzählt FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli. Anschliessend sei man in der Libero-Bar ins Gespräch gekommen. «Und da er offenbar gute Beziehungen zur Clubführung Barcelonas hat, ging danach alles ganz schnell.»

Fan-Hotel im Sulzer-Hochhaus

Zwei Projekte sind bereits konkret: Der FC Barcelona will Winterthur dabei unterstützen, das Stadion Super-League-tauglich zu machen. Und es soll ein spezielles Barcelona-Fan-Hotel in Winterthur gebaut werden. Dabei wollen die Katalanen Fan-Reisen für ihre Anhänger in die Ursprungsstadt des Gründers ihres Clubs anbieten. Der Grossclub will offenbar mit der grossen Kelle anrichten: Als Ort für das Fan-Hotel hat er das Sulzer-Hochhaus im Auge. Ein entsprechendes Baugesuch, das kürzlich eingereicht wurde, liegt dem «Landboten» vor. Lukas Mischler, Sprecher des Baudepartements, bestätigt, dass Gespräche mit dem Amt für Städtebau laufen. Bettina Stefanini, Präsidentin der Stefanini-Stiftung, erklärt: «Der FC Barcelona ist an einem Fan-Hotel auf zehn Stockwerken des Hochhauses interessiert. Für uns ist das ein sehr interessantes Projekt.» Hocherfreut über das Interesse ist auch Standortförderer Michael Domeisen von House of Winterthur: Der FC Barcelona habe in Europa 57,8 Millionen Fans, rechnet er vor. «Wenn nur schon jeder Hundertste ein solches Package bucht, profitiert Winterthur unglaublich.» Im Gegenzug sind Spezialangebote für Reisen von Winterthurer Fans nach Barcelona geplant.

«Der FC Barcelona ist an einem Fan-Hotel auf zehn Stockwerken des Hochhauses interessiert.»Bettina Stefanini, Präsidentin der Stefanini-Stiftung

In Bezug auf die Infrastruktur greift der grosse Bruder dem FC Winterthur bei der Lichtanlage unter die Arme: Auf der Schützenwiese soll die alte Beleuchtung eines Trainingsplatzes in Barcelona installiert werden, die für hiesige Bedürfnisse offenbar noch gut genug ist. «Eine sinnvolle Form von Recycling», findet Sportstadtrat Jürg Altwegg (Grüne). «Dieses Beispiel der Wiederverwertung ist sehr klimaschonend.»

Komplizierter Transport

Die 35 Meter hohen Beleuchtungsmasten wurden letzten Freitag in Barcelona abmontiert und in 17,5 Meter lange Stücke zerlegt. Sie werden gegenwärtig auf einem Spezialtransporter der Firma Toggenburger nach Winterthur gefahren. «In der Innenstadt von Barcelona gab es einige sehr enge Kurven, da war zentimetergenaue Arbeit von unseren Chauffeuren gefragt», sagt Geschäftsführer Truls Toggenburger auf Anfrage. Der Spezialtransport soll noch heute in Winterthur eintreffen. Es ist darum mit Verkehrsbehinderungen auf der Zürcherstrasse zu rechnen.

Wie die Zusammenarbeit im sportlichen Bereich aussehen wird, ist noch offen. Vom FC Barcelona wollte gegenüber dem «Landboten» am Wochenende niemand Stellung nehmen. Für den FC Winterthur kommt diese Kooperation jedenfalls zu einem günstigen Zeitpunkt: Sie gibt im Umfeld des Clubs wieder Auftrieb im Endspurt der Meisterschaft und im Kampf um einen Aufstiegsplatz in die Super League.

Erstellt: 01.04.2019, 08:15 Uhr

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