Sternwarte

Winterthurer Sterne in Buchform

Über die Winterthurer Sternwarte ist ein Buch erschienen. Darin erzählt der langjährige Leiter Markus Griesser die 40-jährige Geschichte der Warte auf dem Eschenberg - und viele Anekdoten zum Schmunzeln.

Markus Griesser blickt in einem Buch auf die 40-jährige Geschichte der Eschenberger Sternwarte zurück.

Markus Griesser blickt in einem Buch auf die 40-jährige Geschichte der Eschenberger Sternwarte zurück.

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Der Blick in den Sternenhimmel ist immer wieder ein grosses Abenteuer. Zumindest für Markus Griesser, den Mitgründer und langjährigen Leiter der Sternwarte Winterthur.

Im neuen Buch zum 40-Jahr-Jubiläum des Weltraum-Beobachtungspostens auf dem Eschenberg wird seine Begeisterung für die Sterne, für stundenlange Nachforschungen in den tiefen des Alls auf jeder Seite spürbar. Mit demselben Engagement schreibt Griesser auch seit bald 40 Jahren die monatliche Kolumne «Sterne über Winterthur» im «Landboten».

Im Jubiläumsbuch erzählt er die Geschichte der Sternwarte, gespickt mit vielen persönlichen Anekdoten. Zum Beispiel über die Anfänge, als die Sternwarte in unzähligen Frondienststunden erbaut wurde. Baufahrzeug war Griessers «Döschwo». Mit dem kleinen Citroën wurde sowohl Baumaterial auf den Eschenberg transportiert, als auch in der Nacht die Baustelle beleuchtet.

Drei Planeten entdeckt

Weitherum bekannt wurde die Sternwarte zu Beginn der 2000-er Jahre, als Griesser mehrere unbekannte Kleinplaneten entdeckte, die er später «Winterthur», «Eschenberg» oder «Wiesendangen» taufte. Am berühmtesten ist der Kleinplanet «Helvetia», ihm widmete die Schweizerische Post im Jahr 2009 sogar eine Briefmarke.

«Diese Entdeckungen verhalfen uns zu Bekanntheit», sagt Griesser. Dabei müsse man zugeben, dass sie wissenschaftlich wenig bedeutend seien. «Wichtiger sind hingegen die Messungen an erdnahen Kleinplaneten», sagt Griesser.

«Das prickelnde dabei: Manche Astroiden könnten früher oder später auch mal die Erde treffen» 

Dabei geht es um genau Ortsbestimmungen an Asteroiden, die zuvor meist von amerikanischen Roboterstationen entdeckt worden waren. Anhand dieser Messungen lässt sich die Flugbahn der Himmelsobjekte genau errechnen. «Das prickelnde dabei: Bei manchen Asteroiden kommt heraus, dass sie früher oder später auch mal die Erde treffen können.»

Im Herbst 2008 konnte Griesser einen solchen Einschlag direkt mitverfolgen, zum Glück in unbewohntes Gebiet in Afrika. 1257 Publikationen zu Messungen an erdnahen Asteroiden kann die Stenrwarte Eschenberg bis heute vermelden. Sie übertrifft damit sogar professionelle Observatorien.

Dass die Sternwarte nach 40 Jahren längst fest zum Winterthurer Inventar gehört, zeigen die prominenten Gratulanten im Jubiläumsbuch. Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) gehört selbst zu den Sponsorinnen. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) weist in seinem Geleitwort darauf hin: Dank der Sternwarte und der von ihr benannten Kleinplaneten ist Winterthur himmlisch.

Infos zur Sternwarte und zum Jubiläumsbuch: www.eschenberg.ch

Erstellt: 16.11.2018, 14:29 Uhr

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