Zum Hauptinhalt springen

«Wir brauchen keine Brandstifter»

Ex-Stadtpräsident Ernst Wohlwend (SP) hat die jetzige Stadtregierung kürzlich kritisiert. Jetzt kontert Michael Künzle die Vorwürfe.

Die Sparpolitik wird vom ehemaligen Stadtpräsidenten offen kritisiert: Hat die jetzige Regierung zu schwarz gemalt?

Michael Künzle: Die Auftritte meines Vorgängers sind widersprüchlich, sie schaden ihm als Person und sie schaden Winterthur. Wir brauchen keine Brandstifter in dieser Stadt. Sondern wir brauchen Leute, die aktiv und engagiert mitziehen und mit gutem Willen und guter Absicht die Stadt weiterbringen wollen. Mein Vorgänger hat keine Ahnung, wie die aktuelle Finanzlage aussieht und wo die Probleme liegen. Er war noch unter dem alten Finanzausgleich an der Arbeit, der andere Möglichkeiten bot. Die Stadtregierung nimmt nur ihre Verantwortung wahr. Wir haben zwei Sanierungsprogramme geschnürt, mit einem Volumen von 60 Millionen Franken. So etwas kann man nicht verheimlichen. Da kann man nicht einfach zur normalen Tagesordnung übergehen. Was jetzt Jammern genannt wird, ist kein Jammern, sondern ein offenes, transparentes Darlegen der Herausforderungen. Wir mussten das Sparen zum Thema machen. Gleichzeitig preisen wir die Vorzüge unserer Stadt immer wieder und bei jeder Gelegenheit, denn es gibt sehr viele Vorzüge. Dar­um finde ich es schade, dass mein Vorgänger seinen Teil unserer Abmachung gebrochen hat, sich nicht mehr zur Stadtpolitik zu äussern.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.