Verkehr

Wo es in Töss besonders oft kracht

Am Knoten Auwiesenstrasse / In der Au häufen sich die Unfälle. Die Gründe sind unklar. Die Polizei möchte jetzt ein Lichtsignal aufstellen.

Zu unübersichtlich? Weil es auf der Kreuzung vor der Migrol-Tankstelle in Töss so oft scheppert, soll eine Ampel aufgestellt werden.

Zu unübersichtlich? Weil es auf der Kreuzung vor der Migrol-Tankstelle in Töss so oft scheppert, soll eine Ampel aufgestellt werden. Bild: Enzo Lopardo

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein «Landbote»-Leser aus Töss hat es beobachtet: An einer Kreuzung am Ortsrand von Töss häufen sich Unfälle und Beinahe-Crashs. Die viel befahrene Kreuzung liegt bei der Migrol-Tankstelle an der Auwiesenstrasse. Autofahrer fahren hier mit 50 Stundenkilometern aus Töss zur Autobahn A1 und umgekehrt. Aus der Querrichtung mündetdie Autobahnabfahrt von Zürich her, und gegenüber liegt das Gewerbegebiet in der Au. Ein Lichtsignal gibt es bisher nicht.Ein besonders spektakulärer Crash ereignete sich Ende September, als eine 22-jährige Autofahrerin von der Autobahnabfahrt her kommend die Auwiesenstrasse queren wollte. Dabei übersah sie ein stadtauswärts fahrendes Auto. Der Zusammenprall schleuderte ihr Auto über eine Böschung, es überschlug sich und kam auf dem Parkplatz eines Gewerbehauses zu stehen – wieder auf den Rädern! Die junge Lenkerin blieb fast unverletzt. Die Auwiesenstrasse war über Stunden gesperrt.

Nicht immer sind die Unfälleso spektakulär. Aber auch bei der Stadtpolizei bestätigt man, dass es an dieser Kreuzung zu einer Häufung kam. Von einem «Unfallschwerpunkt» will man zwar nicht sprechen, da dies unter Verkehrsplanern ein genau definierter Begriff ist, der erst zum Einsatz kommt, wenn es Personenschäden gab. Das sei hier meist nicht der Fall. Die Zahlen, die Polizeisprecher Michael Wirz ­zusammengetragen hat, zeigen trotzdem eine Auffälligkeit.

Schon neun Unfälle dieses Jahr

Im Jahr 2014 gab es drei Unfälle, alle ohne Verletzte. In den Jahren 2015 und 2016 wurden bereits ­jeweils sechs Unfälle gezähltmit zwei Leichtverletzten. Und im laufenden Jahr waren es ­bereits neun Unfälle mit drei Leichtverletzten. «Das sind nur die uns bekannten Unfälle», präzisiert Wirz. «Einfache Fälle, in denen die Unfallparteien selbstständig das Unfallprotokoll ausfüllen, tauchen in diesen Zahlen nicht auf.»

Warum die Unfälle sich in Töss zuletzt zu häufen scheinen, dafür gebe es derzeit keine gesicherte Erklärung, sagt Wirz. Ein Grund für vermehrten Verkehr auf der Sackgasse In der Au könnte die Eröffnung der Lidl-Filiale im März 2016 sein. Doch unabhängig vom genauen Grund versichert Wirz: «Das Problem ist erkannt. Auch wenn es bisher keine Schwerverletzten gab, nimmt die Stadtpolizei hier ihre Aufgabe wahr. Unsere Experten habendie Kreuzung analysiert.»

Voraussichtlich im Frühling 2018 möchte die Polizei eine Lichtsignalanlage projektieren, die für mehr Sicherheit an der Kreuzung sorgen soll. Ob und wann diese tatsächlich gebaut wird, das sei allerdings noch offen. Insgesamt wurden auf Winterthurer Stadtgebiet im letzten Jahr übrigens 1403 Unfälle polizeilich gemeldet, etwas mehr als im Vorjahr. (Landbote)

Erstellt: 28.11.2017, 16:29 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare