Winterthur

Wohin mit dem 1. August Feuerwerk?

Wegen des Feuerverbotes am 1. August ist in vielen Haushalten Feuerwerk liegen geblieben. Was tun damit? Besser nicht in den Kehricht, sagen die Behörden und geben Tipps zur Lagerung.

Feuerwerk ist schön – aber bei falscher Lagerung auch schön gefährlich.

Feuerwerk ist schön – aber bei falscher Lagerung auch schön gefährlich. Bild: pixabay

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Feuerwerk zu zünden ist in der Schweiz genau zweimal im Jahr ohne Bewilligung erlaubt: an Silvester und am 1. August. Weil am Nationalfeiertag dieses Jahr ein Feuerverbot herrschte, liegt in vielen Haushalten noch ungezündetes Feuerwerk herum, und das ist nicht ganz ungefährlich. Was also ist mit den Raketen, Knallkörpern und Vulkanen zu tun?

Zurück zum Hersteller

Die erste Empfehlung der angefragten Behörden, darunter die Stadt- und die Kantonspolizei sowie die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, ist einhellig: Unverwendetes Feuerwerk wird am besten dem Verkäufer zurückgebracht. Verschiedene Detailhändler hatten den Verkauf vor dem Nationalfeiertag ausgesetzt und ihren Kunden angeboten, verkaufte Ware zurückzunehmen.

«An einem trockenen, möglichst kühlen Ort, wo Kinder keinen Zugang haben.»

In der Regel ist dafür ein Kassenbeleg nötig. Das Feuerwerk geht dann zurück an den Hersteller und wird sicher gelagert. Ist die Rückgabe beim Händler nicht möglich, kann das Feuerwerk auch bei privaten Sonderabfallsammelstellen abgegeben werden (kostenpflichtig). In Winterthur empfiehlt die Stadt etwa die Cridec Sonderabfallsammelstelle Riet an der Deponiestrasse 5 in Oberwinterthur.

Eine Alternative bietet das Sonderabfallmobil der Stadt, das zweimal im Jahr an verschiedenen Standorten Halt macht, das nächste Mal im Oktober; die Abgabe von Sonderabfällen bis 20 Kilo ist kostenlos. Unter Vorbehalt gibt es auch noch eine dritte Option: Auch Stadtpolizei nimmt Feuerwerk entgegen, aber nur «notfalls», wie eine Sprecherin betont.

Als Alternative bleibt, das Feuerwerk bis an Silvester zu Hause zu lagern. Das sei «nicht übermässig gefährlich, wenn man ein paar Dinge berücksichtigt», sagt dazu Urs Corradini, der Präsident der Schweizerischen Koordinationsstelle Feuerwerk, dem Verband der Schweizer Feuerwerkhersteller und Importeure.

Corradini sagt: «Man sollte das Feuerwerk an einem trockenen, möglichst kühlen Ort lagern, wo Kinder keinen Zugang haben.» Und selbstverständlich dürfe es in dem Raum weder ein Cheminéegeben noch sollte dort geraucht werden.

Zweifelhafte Ratschläge

Von Versuchen, das Feuerwerk unschädlich zu machen und im normalen Hauskehricht zu entsorgen, rät Corradini entschieden ab. Entsprechende Empfehlungen finden sich prominent im Internet, so beispielsweise auf einem Ratgeber von Coop Bau + Hobby.

Demnach solle das ungezündete Feuerwerk für mehrere Stunden in Wasser gelegt und danach in einem wasserfesten Müllbeutel mit Sand oder Erde zugeschüttet werden. Corradini sagt, er halte nicht viel von solcher «hobbymässiger Vernichtung».

Auch Roman Friedrich, Bereichsleiter Wärme und Entsorgung bei Stadtwerk Winterthur, rät von Alleingängen in der Entsorgung ab. Einerseits könne man nicht sicher sein, dass das Feuerwerk nicht wieder austrockne. Andererseits gebe es Metalle, die mit Wasser reagierten. Auch Friedrich empfiehlt die Rückgabe oder professionelle Entsorgung.

Da es dafür noch keine offizielle Empfehlung von Stadtwerk gibt, will er nun nachbessern. Im Abfall-ABC der Stadt, das vom Abflussreiniger bis zum Ziegelstein über die Entsorgung informiert, soll unter F nun auch das Thema Feuerwerk behandelt werden.

(mcl)

Erstellt: 10.08.2018, 10:36 Uhr

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