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Zusätzliche Flüchtlinge könnten in Luftschutzkellern platziert werden

Winterthur muss nächstes Jahr 200 Flüchtlinge mehr aufnehmen. Wo diese untergebracht werden, liess der Stadtrat im Parlament offen. Eine Option sind die Zivilschutzanlagen.

Wo sollen die Flüchtlinge hin? In Winterthur wäre eine Möglichkeit, die Asylsuchenden in Luftschutzkellern unterzubringen.
Wo sollen die Flüchtlinge hin? In Winterthur wäre eine Möglichkeit, die Asylsuchenden in Luftschutzkellern unterzubringen.
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«Sehr realitätsbezogen und pragmatisch» – so gehe der Stadtrat in der Flüchtlingsfrage vor, sagte Stadtrat Nicolas Galladé (SP) gestern Abend vor den Mitgliedern des Gemeinderats. «Wir leisten unseren Beitrag, und das werden wir weiter tun, auch wenn der Beitrag nun grösser wird.» Der Kanton hatte bekannt gegeben, dass die Zuweisungsquote für die Gemeinden per 1. Januar 2016 von 0,5 auf 0,7 Prozent erhöht wird. Für Winterthur bedeutet dies, dass künftig rund 740 statt wie bislang 530 Flüchtlinge untergebracht werden müssen. Wo die gut 200 zusätzlichen Plätze entstehen sollen, sagte Galladé nicht, sondern nur: «Der Stadtrat muss das jetzt angehen.» Hinweise auf mögliche Unterbringungen gibt die Antwort auf eine Interpellation, die der Stadtrat letzte Woche publizierte. Darin heisst es: «Bei plötzlichem Bedarf wird unter Umständen auf unterirdische Anlagen des Zivilschutzes zurückgegriffen werden müssen.» Dies sei jedoch ein «Notfallszenario», da Keller «auf Dauer keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit» seien.

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