Winterthur

Zweites Hallenbad «nicht finanzierbar»

Der Stadtrat befindet ein zweites Hallenbad in Winterthur als zur Zeit nicht realisierbar. Ein solches sei schlicht zu teuer.

Die Winterthurer Schwimmer müssen sich vorerst mit dem bestehenden Angebot begnügen.

Die Winterthurer Schwimmer müssen sich vorerst mit dem bestehenden Angebot begnügen.

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Der Stadtrat legte heute Morgen dem Parlament seinen Bericht zur Motion für ein zweites Hallenbad in Winterthur vor. Darin anerkennt er zwar grundsätzlich den Bedarf für mehr gedeckte Wasserfläche. Aus finanzpolitischen Überlegungen hält man das Vorhaben derzeit jedoch nicht für realisierbar. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament, die Motion für nicht erheblich zu erklären.

Der Stadtrat hält fest, dass ihm der Bedarf für mehr gedeckte Wasserfläche in Winterthur bekannt ist und, dass das Anliegen unbestritten sei. Gemäss Berechnungen des Stadtrates müssten jedoch alleine für eine Standortevaluation und eine Machbarkeitsstudie für ein neues Hallenbad mit je 100 000 Franken gerechnet werden. Zusätzliche Abklärungen würden die Stadtkasse mit weiteren 50 000 bis 100 000 Franken belasten, noch bevor mit dem Projekt begonnen werden könnte.

Bis zu 50 Millionen Franken teuer

Die Realisierungskosten eines neuen Hallenbades würden dann gemäss Stadtrat 35 bis 50 Millionen Franken kosten. Dies befindet der Stadtrat als zu grosse Belastung für die Stadtfinanzen, «da die finanziellen Aussichten aufgrund des Kostenwachstums in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales bereits heute eine grosse Herausforderung darstellen», wie er in einer Mitteilung schreibt.

Zudem würden sich die jährlichen Betriebs- und Kapitalfolgekosten eines Hallenbades auf jährlich drei bis sechs Millionen Franken belaufen, was einem bis zwei zusätzlichen Steuerprozenten entspreche. Eine Neuverschuldung der Stadt wäre laut Stadtrat in diesem Fall unausweichlich. (huy)

Erstellt: 03.10.2019, 10:51 Uhr

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