Winterthur

Terresta will die Stefanini-Häuser grossflächig renovieren

Nachdem sich die Stefanini-Stiftung neu aufgestellt hat, setzt sie nun bei ihrer Geldquelle an: den Immobilien.

Ganze Häuserzeilen im Besitz der Stefanini-Stiftung, wie hier an der Burgstrasse in Wülflinger Oberfeld, werden in den nächsten Jahren voraussichtlich umfassend renoviert.

Ganze Häuserzeilen im Besitz der Stefanini-Stiftung, wie hier an der Burgstrasse in Wülflinger Oberfeld, werden in den nächsten Jahren voraussichtlich umfassend renoviert. Bild: Google Maps

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Vieles ist neu, seit Bettina Stefanini als Stiftungratspräsidentin vor einem Jahr die Geschicke der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte leitet, die ihr Vater Bruno Stefanini (†) einst gegründet hatte. In einer Medienmitteilung informierte die Stiftung nun über die wichtigsten Schritte. Zum einen ging ein grosser Teil des Privatvermögens des Winterthurer Kunstsammlers und Immobilienbesitzers an die Stiftung über, neben zig Kunstschätzen auch etwa 300 Immobilien und Grundstücke. Stefaninis private Liegenschaften waren zuvor auf diverse inaktive Gesellschaften verteilt. Diese wurden nun in einer Tochterfirma der Stiftung zusammengefasst. Bewirtschaften wird die Liegenschaften nach wie vor die Terresta Immobilien- und Verwaltungs AG, die ebenfalls zur Stiftung gehört.

Ganze Siedlungen totalrenovieren

Bei der Terresta durchleuchtet der Architekt und neue Geschäftsführer Renzo Fagetti seit fast einem Jahr das Immobilien-Portfolio mit dem Auftrag, dieses strategisch weiterzuentwickeln. Zwar hat der Stiftungsrat noch nichts bewilligt, doch es zeichnet sich ab: Der Stillstand bei den Stefanini-Häusern ist vorbei. Geplant ist, einen Grossteil der Winterthurer Liegenschaften etappenweise zu sanieren. Das sind etwa 1800 Wohnungen in über 300 Liegenschaften, oft rund 60 Jahre alt.

Bisher wurde wenig effizient saniert, vor allem bei Mieterwechseln, Wohnung für Wohnung. «Der Aufwand dafür ist viel zu gross geworden. Und er wird immer grösser», sagt Fagetti beim Gespräch im neuen Hauptsitz von Stiftung und Terresta, dem Sulzer-Hochhaus. Statt in die Kulturförderung über die Stiftung flossen die Mieteinnahmen zuletzt vor allem noch in den Unterhalt.

Fagetti verspricht: «Wir wollen niemanden wegschicken. Wir wollen unsere Mieter behalten!» Die Renovationen sollen teils umfassend, aber «sozialverträglich» vonstatten gehen. So, dass man den Mietzins sanft anheben könne. Die Position, als grosser Privater günstigen Wohnraum anzubieten, wolle man so lange wie möglich halten. Fagetti nennt im Interview drei «strategische Prototypen von Immobilien», bei denen man jeweils einen anderen Renovationsansatz anstrebe.

Erstellt: 10.07.2019, 22:23 Uhr

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