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Unterschätzter Dessertklassiker

In den Frankreich-Ferien gehört es zu unseren heimlichen Lastern, aus den riesigen Kühlregalen der dortigen Supermärkte eine Packung Ile flottante (schwimmende Inseln) mit in die Schweiz zu bringen. Nicht, dass man die Vanillecreme mit Eisschneeklösschen und Caramelsauce nicht auch selber machen könnte, aber ausnahmsweise ein Fertigdessert zu kaufen, hat so etwas leicht Verruchtes. Ausserdem wirft es die Frage auf, war­um es manche fremdländische Desserts wie ­Tiramisù, Panna cotta, Profiteroles oder Crème brulée in der Schweiz auf die Menükarten oder ins Sortiment der grossen Lebensmittelhersteller schaffen un d manche nicht.

Tatsache ist, dass Iles flottantes oder Œufs à la Neige ausserhalb Frankreichs kau m angeboten werden, und auch in französischen Bistros, wo das Dessert früher zum Standard gehörte, hat sich der Klassiker rargemacht. Vielleicht ist man der Meinung, das Rezept wäre zu simpel. Dabei ist es gerade wegen der Einfachheit etwas Besonderes. In Süddeutschland kennt man die schwimmenden Inseln aus Eischnee unter dem Namen Badische Schneeballen. Egal unter welchem Namen, auf jeden Fall sollte man die Schnee-Eier einmal ausprobieren.

Zuerst wird eine klassische Va nillecreme zubereitet: 5 dl Milch, 1 Vanillestängel längs aufgeschnitten und ausgekratzt, 3 EL Zucker, 1 EL Maizena und 3 Eigelb in einer Pfanne mit dem Schwingbesen verrühren, unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, unter Rühren weiterköcheln, bis die Masse cremig ist (circa 15 Sekunden). Pfanne von der Platte nehmen, circa 2 Minuten weiterrühren. Creme durch ein Sieb in eine Schüssel giessen. Klarsichtfolie direkt auf die Creme legen, damit sich keine Haut bildet. Creme auskühlen lassen.

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