FamExpo

Was macht die Kirche an der Messe?

Bereits zum zehnten Mal haben die katholische und reformierte Kirche einen gemeinsamen Stand an der FamExpo. Sie sagen: Mit Kindern kommen auch die religiösen Fragen.

Anlaufstelle für Elternfragen: der Stand der Kirchen an der FamExpo.

Anlaufstelle für Elternfragen: der Stand der Kirchen an der FamExpo. Bild: PD

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Eine drei Meter hohe Kirchturm-Kugelbahn, eine Arche Noah zum spielen und ein «Abraham-Zelt» voll mit biblischen Geschichten: der Stand der Kirchen an der Familienmesse Famexpo, die morgen eröffnet, ist etwas anders als die übrigen. «Wir sind die Einzigen, die nichts verkaufen», sagt Kerstin Lenz, Kommunikationsverantwortliche der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

«Wir missionieren nicht»

Doch stimmt das auch? Wollen die Landeskirchen, die dieses Jahr zum zehnten Mal an der Messe teilnehmen, nicht auch um neue Mitglieder werben? «Nein, wir missionieren nicht», sagt Lenz. Vielmehr stünden sie bereit für die Fragen der Eltern. «Gerade mit der Geburt des ersten Kindes stellen sich auf vielen Gebieten Sinnfragen», sagt Lenz. «Welche Werte man den Kindern in der Erziehung mitgeben möchte. Welche Rituale man als Familie pflegt. Oder was man den Kindern erzählt, wenn sie mit dem Tod konfrontiert sind, bei Haustieren oder Verwandten.» Der gemeinsame Auftritt der katholischen und refomierten Kirche steht darum unter dem Motto: «Mit Kindern kommt Gott ins Haus».

Besonders häufig würden am Messestand Fragen zur Taufe gestellt. «In vielen Familien gibt es da kleine Konflikte», sagt Lenz. «Soll das Kind getauft werden oder nicht? Soll man zuwarten, bis es grösser ist? Und wie wählt man Paten aus?» Auch oft ein Thema: Das Abendgebet. «Viele Eltern erinnern sich an Gebete oder Lieder, die ihnen als Kind halfen, zur Ruhe zu kommen. Andere sagen: Ich würde gerne beten, aber weiss nicht wie.»

Dass die Landeskirchen an der Messe präsent sind, habe sich gut bewährt, sagt Cornelia Stutz von der Famexpo. «Bei uns hat jedes Thema Platz, das Familien interessiert.» Auch andere Glaubensgemeinschaften, ob Freikirchen oder beispielsweise Muslime wären grundsätzlich willkommen, sagt Stutz. Entsprechende Anfragen seien aber nicht eingegangen.

Vorträge und Streichelzoo

Dieses Jahr neu ist das Famexpo-Forum, wo die Eltern über die ganzen drei Tage Vorträge besuchen können – zum Beispiel zur Frage, wie man Kinder im Auto richtig sichert – während sich der Nachwuchs in der Spielecke vergnügt. Wie gewohnt steht ein Streichelzoo bereit und auf der grossen Bühne lockt unter anderem das Kindertheater «Prinzessin Sturmfrisur», wo das junge Publikum Kostüme und Handlung mitbestimmen kann. (mig)

Erstellt: 25.04.2018, 16:55 Uhr

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