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Corona-Impfstoff«Wir müssen das Risiko minimieren, ohne Impfstoff dazustehen»

Bei der Impfstoff-Versorgung verfolgt die Schweiz eine Doppelstrategie. Das sei kein Widerspruch, heisst es beim BAG.

Impfstoff: Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck an einer Impfung gegen Covid-19, die Schweiz hat sich mehrere Chargen gesichert.
Impfstoff: Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck an einer Impfung gegen Covid-19, die Schweiz hat sich mehrere Chargen gesichert.
Foto: PD

Am Samstag hat die Schweiz ihre Teilnahme an der globalen Covax-Initiative bestätigt. Unter Führung der WHO soll die Impfstoffverteilung weltweit fair und nach medizinischen Kriterien erfolgen. 20 Millionen Franken stellt die Schweiz dafür zur Verfügung. Gleichzeitig sicherte sich das BAG bereits im August 4,5 Millionen Dosen direkt beim US-Pharmakonzern Moderna.

Die beiden Strategien widersprechen sich laut BAG nicht, wie die zuständige Leiterin der Abteilung Internationales, Nora Kronig, sagt: «Um das Risiko zu minimieren, am Ende ohne einen Impfstoff dazustehen, verfolgt die Schweiz mehrere Strategien», erklärt Kronig. Diese schlössen den solidarischen Ansatz der WHO-Initiative Covax nicht aus. Sie ermöglichten im Gegenteil die schnelle Bereitstellung eines Impfstoffs. Zur Schweizer Strategie gehört auch die Unterstützung von Schweizer Forschungsprojekten.

1 Kommentar
    Agnes Müller

    Ist doch völlig egal, wenn wir am Schluss zu viel Impfstoff haben. Es dürfte im Ausland genügend Abnehmer haben.